Spartan wird Edge, SDK für iOS- & Android-Apps

Windows 10 - Die wichtigsten Infos von der Build

Von Microsofts Entwicklerkonferenz Build 2015 kommen neue Infos zu Windows 10: Spartan wird Edge und iOS- und Android-Apps können dank neuen SDKs leichter als Universal Apps portiert werden.

© Microsoft

Im Bild: Microsoft stellte Windows 10 im September vor. Nun kommen spannende Infos für Nutzer und Entwickler.

Wir fassen die Neuigkeiten zu Windows 10 von der Entwicklerkonferenz Build 2015 zusammen. Microsoft hat spannende und wichtige Infos bekannt gegeben, die den neuen Browser Spartan betreffen und App-Entwickler sowie Nutzer interessieren dürften. Zuerst: Der neue Microsoft-Browser mit dem Codenamen Spartan wird Microsoft Edge heißen. Durch die Namenswahl kann Microsoft das bisherige Logo für den Internet Explorer - ein blaues E - fast in gleicher Form weiterführen.

Apps für alle

Dann hat Microsoft für Windows 10 vier SDKs (Software Development Kit) angekündigt, mit denen Entwickler ihre bisherigen Apps leichter auf die Windows-Plattform (Universal Apps) portieren können. Weniger spektakulär sind die beiden SDKs, die auf Websites und Win32- sowie Net-Desktop-Programme abzielen. Websites lassen sich im Windows Store als App anbieten, das dafür vorgesehene SDK - beziehungsweise die spätere Website-App - erkennt die Windows-Umgebung und kann unter anderem speziellere Funktionen anbieten: etwa eine Anbindung an andere Apps, beispielsweise für das Einbetten und Teilen von Inhalten. Das zweite genannte SDK ermöglicht es unter anderem, bisherige Desktop-Programme beispielsweise als Apps für Tablets und Smartphones umsetzen zu können, ohne sie von Grund auf neu programmieren zu müssen.

Das gleiche gilt auch für die beiden verbliebenen SDKs. Entwickler sollen Ihre Apps nach Versionen für Android und iOS nicht ein weiteres Mal für Windows 10 schreiben müssen. So wird Microsoft seinen Windows Store attraktiver machen können, und beliebte Apps auf den Plattformen der Platzhirsche Apple und Google auch auf Windows-Ebene anbieten können. Der Windows Store ist bis jetzt auf Grund bislang niedriger Nutzerzahlen und der zusätzlichen Arbeit für Entwickler wenig attraktiv gewesen. Dies macht sich auch bei der Nutzerschaft bemerkbar: Das Angebot war klein, viele wichtige oder gewohnte Apps fehlen weiterhin und Drittanbieter-Alternativen sind oft keine Lösung.

Durchbruch für den Windows Store?

Microsoft möchte mit Windows 10 innerhalb der nächsten drei Jahre auf einer Milliarde Geräten präsent sein: vom Desktop über Tablet und Smartphone bis hin zu Embedded Systems, das sind beispielsweise Projekte rund um den Mini-Rechner Raspberry Pi 2, Unterhaltungsgeräte (wie etwa die Xbox One) und mehr.

Lesetipp: PS4 oder Xbox One?

Microsoft möchte einen Store anbieten, auf dem alle Geräte Zugriff haben und bei dem es so wenig wie möglich Inkompatibilitäten gibt: ein spannendes Vorhaben.

Die Build 2015 findet vom 29. April bis zum 1. Mai in San Francisco statt. Einen konkreten Release-Termin für Windows 10 hat Microsoft übrigens immer noch nicht verraten. Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden. Mehr über Windows 10 lesen Sie in den verlinkten Artikeln.

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