KB4100403 bereinigt Abstürze, Akkuprobleme und mehr

Windows 10 April Update: Neuer Patch löst Probleme mit SSDs von Intel und Toshiba

Microsoft veröffentlicht den Patch KB4100403 für Windows 10 Version 1803 (April Update). Dieser löst u.a. Probleme mit einigen Intel- und Toshiba-SSDs.

Update

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Das aktuelle Redstone-Update von Windows 10 hat Probleme mit bestimmten SSDs verursacht.

Update: Windows-10-Nutzer mit installiertem April Update (Version 1803) bekommen von Microsoft den Patch KB4100403. Damit sollen Probleme mit einigen SSDs von Intel und Toshiba (siehe Originalmeldung) laut Microsoft Geschichte sein. Der Eintrag dafür lässt den Fehler im Energiemanagement des Systems vermuten, wenn NVMe-Laufwerke bestimmter Hersteller das Betriebssystem beherbergen, bzw. im System eingerichtet sind.

Außerdem bringt der Patch Bugfixes für zurückgesetzte Einstellungen nach der April-Update-Installation, die Sicherheitsfunktion Windows Hello, Edge, den Internet Explorer und Probleme mit aktualisierten Zeitzonen. Details dazu lesen Sie auf den Support-Webseiten zum Patch KB4100403.

Von den SSD-Problemen betroffene Nutzer sollen die Update-Funktion manuell anstoßen. Öffnen Sie dafür die PC-Einstellungen mit der Tastenkombination [Strg] und [i]. Alternativ bewegen Sie die Maus (meist unten rechts) in den Systembereich, klicken auf die Sprechblase und wählen "Alle Einstellungen" aus.

Lesetipp: Windows 10 April Update löst Reboot-Schleife aus

Klicken Sie auf "Update und Sicherheit" und lassen Sie Windows im ersten Menüpunkt "Windows Updates" gegebenenfalls nach ebensolchen suchen. Normalerweise sollte sich der Update-Dienst von Windows 10 automatisch melden, kann unter Umständen aber auch auf sich warten lassen.

Originalmeldung vom 15. Mai

Nutzer von bestimmten Intel- und Toshiba-SSDs können Probleme bekommen, wenn das April Update für Windows 10 installiert wird. Bisher sind Schwierigkeiten mit den Intel-Serien SSD 600p und SSD Pro 6000p aufgetreten. Außerdem lösten Toshiba-Speicherkarten der Reihen XG4, XG5 sowie BG3 Zwischenfälle aus. 

Windows 10 1803: Intel-SSDs lösen Abstürze aus

Die Intel-SSDs können nach installiertem April Update regelmäßige Abstürze verursachen. Was die Probleme verursacht, ist noch nicht geklärt, doch könnte die Firmware oder der Treiber den Fehler auslösen. Auf der offiziellen Webseite klärt Microsoft auf und gibt bekannt, aktuell gemeinschaftlich mit OEM-Partnern an dem Problem zu arbeiten.

Windows 10 1803: Toshiba-SSDs verringern Akkuleistung

Bei Toshiba sind die Probleme unauffälliger. Solid-Drive-Disks des Unternehmens beeinträchtigen die Akkuleistung mancher Geräte. In Zusammenarbeit mit Toshiba und OEM-Partnern arbeitet Microsoft daran, Geräte mit SSDs der Serie XG4, XG5 und BG3 zu identifizieren. Dadurch kann Microsoft die Verteilung des April Updates an betroffene Produkte unterbinden. Das IT-Unternehmen geht davon aus, Anfang Juni entsprechende Updates für Toshiba-SSDs verteilen zu können.

Microsofts vorläufige Lösung: Downgrade

Bis eine Lösung für den Bug bereit steht, rät Microsoft zu einem Downgrade auf die vorherige Windows-10-Version 1709. Dieses ist mit der Wiederherstellungsfunktion von Windows 10 möglich.

Diese wiederum finden Nutzer in der Einstellungs-App unter "Update", "Sicherheit/Wiederherstellung" und "Zur vorherigen Version von Windows 10 zurückkehren". Mit einem Klick auf "Los geht’s" entfernt Windows 10 das letzte installierte System-Update. 

Lesetipp: Windows 10 April Update - erste Schritte und Einstellungen

Sollte diese Funktion nicht zur Verfügung stehen, ermöglicht Microsoft weitere Wege, um Windows sicher zurückzusetzen. Schon zuvor traten Probleme mit dem Windows 10 April Update auf. So kann ein Bug in der Timeline die Taskleiste instabil machen. Auch Nutzer von Chrome meldeten Probleme mit dem April Update.

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