Rechner in Boot-Schleife

Windows 10: April Update für Avast-Nutzer gestoppt - Lösung für "Black Desktop of Death"

Das Windows 10 April Update löst bei Rechnern Boot-Schleifen aus und wurde jetzt für Avast-Nutzer gestoppt. Für Betroffene gibt es eine vorläufige Lösung.

Windows 10 Update

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Das Windows 10 April-Update verursacht auf einigen Systemen Boot-Schleifen.

Update: Für eine wachsende Nutzerschaft nehmen die Probleme mit dem April Update für Windows 10 weiter zu. Microsoft hat nun die Auslieferung des Updates gestoppt und sucht zusammen mit Avast nach einer finalen Lösung. Der Hersteller gab zuvor bekannt, dass seine Software unproblematisch sei. Offenbar wurde aber doch ein Fehler gefunden, wie ein Avast-Mitarbeiter im Forum bekannt gibt. Avast ist aber nicht der alleinige Übeltäter, weil auch Nutzer betroffen sind, die andere Sicherheitsprogramme anderer Hersteller verwenden.

Nutzer, die nach einem Reboot teilweise nur einen schwarzen Bildschirm sehen - die Bezeichnung "Black Desktop of Death" geht um -, bekommen gleichzeitig eine Hilfestellung. Dafür müssen Sie an einem anderen, funktionierenden Rechner einen Windows-10-Boot-Stick mit dem Media Creation Tool erstellen.

Ist der Stick erstellt, schließen Sie ihn an den Rechner, der nur noch einen schwarzen Bildschirm zeigt. Per Rechtsklick auf den Desktop sollte sich immer noch der Task-Manager öffnen lassen. Erweitern Sie ihn mit "Mehr Details" und klicken Sie auf "Datei" / "Neuen Task ausführen". Aktivieren Sie das Häkchen bei "Diesen Task mit Administratorrechten erstellen" und klicken Sie anschließend auf "Durchsuchen".

Wählen Sie den zuvor erstellten USB-Stick aus und suchen Sie die Datei "setup.exe" aus. Folgen Sie den Menüpunkten, um dem Rechner direkt ein "Upgrade" zu verpassen. Deaktivieren Sie im Setup die Optionen, nach neuen Updates zu suchen und bei der Verbesserung von Windows mitzuhelfen. Stellen Sie sicher, alle gespeicherten Daten zu behalten und nicht zu löschen!

Nach dem Setup sollte alles wieder in Ordnung sein. Von Ihrer Avast-Sicherheitssoftware sollten Sie sich ggf. jedoch trennen, bis zumindest ein Update nachgereicht wurde.

Originalmeldung vom 23. Mai 2018:

Trotz Optimierungsschleifen mittels Windows Insider Programm macht das April Update auf einigen Windows 10 Systemen weiterhin Probleme. Einige Nutzer klagen über Schwierigkeiten, die nach der Installation des April Updates auftreten. Unter Umständen kann das Update eine Boot-Schleife auf dem Rechner verursachen. 

Nach abgeschlossener Installation verlangt das April Update erstmal einen Neustart. Kommt man dieser Forderung nach, erscheint nach dem Neustart unter Umständen ein Blue Screen. Windows 10 bietet dem Anwender als Reparaturmaßnahme dann das Zurücksetzen der Änderungen an. Oft löst diese Aktion einen erneuten Blue Screen aus. Zusammen versetzen die Bugs das System in eine Boot-Schleife, die im schlimmsten Fall nur eine Neuinstallation des Betriebssystems beheben kann.

Nachtrag (25. Mai 2018): Ebenso berichteten Nutzer vermehrt auch von Symptomen wie im Update (siehe oben) beschrieben. Für diese Nutzer gilt die vorgestellte Lösung von computercellar.com.

April Update: Mögliche Ursache des Bugs

Unter dem Subreddit von Windows 10 stellt der Nutzer "gcdrm" die Vermutung auf, dass das Antivirenprogramm von Avast Probleme mit dem April Update auslöst. Der Autor des Beitrags sammelt überwiegend Beschwerden von Nutzern, die auf ihrem Windows 10 System Avast nutzen. Wenige Kommentare stammen aber auch von Anwendern, die AVG oder Norton verwenden, von dem Bug aber trotzdem betroffen sind. 

Virenschutzprogramme von Avast und anderen Herstellern verursachten nach großen Windows-Updates schon in der Vergangenheit Schwierigkeiten. Auf eine Anfrage des Reddit-Users hin gibt Avast jedoch zu verstehen, dass ihr Antivirenprogramm mit den aktuellen Boot-Probleme nichts zu tun hat. 

April Update: Boot-Schleife unterbrechen

Aktuell gibt es nur einen Workaround für die Bootschleife. Drücken Sie beim Bootvorgang des PCs die Taste F8 (je nach Betriebssystem auch F5) und rufen Sie den abgesicherten Windows-10-Modus auf. Um das System wieder zum Laufen zu bringen, starten Nutzer die Microsoft Software Microsoft Fixit im abgesicherten Modus, die Anwender zuvor bei Microsoft herunterladen sollten. 

Lesetipp: Windows 10 langsam - Vier Anfänger-Tipps für ein schlankes, schnelles System

Das Betriebssystem sollte nach einer Wartung durch die Software wieder funktionsfähig sein. Treten weiterhin Probleme auf, müssen Nutzer auf einen offiziellen Fix von Microsoft warten. Es ist vor großen Windows 10 Updates sinnvoll, Backups der privaten Daten anzulegen. Falls bei der Installation etwas schief geht und sich die Dateien nicht mehr retten lassen, sind Nutzer dann trotzdem noch im Besitz ihrer wichtigsten Dokumente. 

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