Patch Day

Windows 10 & Co.: Februar-Updates stopfen über 50 Sicherheitslücken

Alle unterstützten Windows-Systeme sowie Internet Explorer, Edge und Office bekommen die Patch-Day-Updates im Februar. Über 50 Sicherheitslecks werden gestopft.

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Unbeliebt, aber nötig: die monatlichen Windows Updates.

Microsoft startet die Windows Updates des Februar-Patch-Days. Nutzer mit Rechnern, auf denen Windows 10, 7, 8.1 und Windows Server (ab 2008 SP1) sowie gegebenenfalls Microsoft Office läuft, sollten die Update-Routine des Betriebssystems aufrufen. Es gibt insgesamt über 50 aktuelle Sicherheitslücken, die einen Patch bekommen. Der Flash Player auf Januar-Stand hat eine Lücke, die bereits aktiv genutzt wird, wie wir in der Meldung zum Notfall-Update geschrieben haben.

15 der  50 Lücken sind als kritisch eingestuft. Je nach System und installierter Software variiert die Gesamtanzahl herunterzuladener Updates. Der Patch Day Februar zielt wie eh und je auf das Windows-System selbst, Internet Explorer, Edge, SharePoint und verschiedene Office-Module. Dazu kommen einzelne Patches für Outlook, Excel und mehr.

Der Großteil der kritischen Sicherheitslücken steckt in der Scripting Engine des Systems. Durch das Provozieren von Speicherfehlern lässt sich Schadcode einschleusen und ausführen. Der Patch für Flash ist für Nutzer zwingend erforderlich – für das entsprechende Sicherheitslecks gibt es bereits dokumentierte Fälle erfolgreicher Angriffe.

Windows Update starten: so geht's

Windows sollte sich wenige Momente nach dem Systemstart automatisch mit verfügbaren Updates melden. Ist das nicht der Fall, können Sie die Update-Routine des Betriebssystems schnell und bequem manuell anstoßen. Unter älteren Windows-Systemen rufen Sie die Systemsteuerung auf und klicken auf Windows Update. Dort lassen sich Aktualisierungen suchen, ausführen und mit einem Neustart anwenden.

Ab Windows 8.1 nutzen Sie die PC-Einstellungen. Diese öffnen Sie über die Sprechblase unten rechts im „System Tray“ mit einem Klicken auf „Alle Einstellungen“. Dort angekommen, wählen Sie den vorletzten Punkt „Update und Sicherheit“. Die Suche sollte automatisch starten.

Werden keine Updates gefunden, können Sie sowohl in der Systemsteuerung als auch in den PC-Einstellungen unter „Updateverlauf anzeigen“ oder „Updateverlauf anzeigen“ prüfen, ob die aktuellen Patches installiert sind. Findet Windows keine Updates und sind die des Februars noch nicht installiert, probieren Sie es regelmäßig weiter. Wie gewohnt, könnte Microsoft neue Downloads nach und nach in Schüben freigeben. Solange wie bei Redstone-Updates sollten Sie aber nicht warten müssen.

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Nutzen Sie Microsoft-Programme wie Office oder Edge nicht unter Windows, suchen Sie auf der jeweiligen Programmoberfläche, im vorliegenden Betriebssystem oder im zugehörigen App Store nach neuen Aktualisierungen. Gegebenenfalls könnte es hier etwas länger dauern, bis ein Download verfügbar ist.

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Quelle: PC Magazin
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