Medikamenten-Spam

Was steckt wirklich in den Internet-Pillen?

Spammer verstopfen unsere Mailbox mit massenhaft versandten Werbe-Mails für dubiose Medikamentenversender im Internet. Die billig angebotenen Potenzpillen und Schlankmacher enthalten jedoch nicht, was die Markennamen versprechen. Sie sind oft nicht nur wirkungslos sondern gefährlich.

© Frank Ziemann

Was steckt wirklich in den Internet-Pillen?

Wer sich anschaut, was so alles im Spam-Filter hängen bleibt, findet vor allem unseriöse Werbung für fragwürdige Arzneimittelversender. Ganz oben auf der Liste billig angebotener Wundermittel stehen Pillen gegen Erektionsstörungen und Übergewicht. Die US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat in diesen Mitteln allerlei höchst bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden.Wie Tom Kelchner im Sunbelt Blog meldet, hat die FDA einen Brief an Pharmahersteller und Handelsverbände verschickt, in dem sie zur Mithilfe bei der Eindämmung dieser Medikamentenfälschungen aufruft. Die darin aufgeführten Substanzen, die in übers Internet vertriebenen Arzneien gefunden wurden, sollten im Grunde Jedermann davon abhalten Gesundheitsprodukte beim Spammer zu kaufen.Die FDA hat in den als Schlankmacher angebotenen Mitteln Substanzen gefunden, die für die Verwendung in Arzneimitteln längst verboten sind (etwa Fenfluramid). Ferner haben die Analysen Wirkstoffe wie Blutgerinnungshemmer (Etwa Warfarin), Antiepileptika (Phenytoin), entzündungshemmende Stoffe, anabole Steroide und Beta-Blocker hervor gebracht - alles in angeblichen Diätmitteln. Außerdem sind auch Chemikalien enthalten, deren Gesundheitsrisiken noch nicht bekannt sind.Darauf, welche Substanzen in gefälschten Potenzpillen mit Markennamen enthalten sein können, geht die FDA in diesem Brief nicht ein. Angesichts der Liste fragwürdiger Zutaten in Schlankheitsmitteln ist jedoch kaum zu erwarten, dass es in diesem Bereich besser aussieht. Wer Medizinprodukte beim Spammer kauft, riskiert seine Gesundheit. Seriöse Versandapotheken werden verschreibungspflichtige Medikamente nicht ohne Rezept heraus geben.

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