Online-Sicherheit

Bundesverfassungsschutz: Hackerangriff auf deutsche Ziele

Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht die Hackergruppe Sandworm hinter einer Attacke, die mittels Schadsoftware in E-Mail-Anhängen erfolgte.

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Hacker Cyberangriff Malware - Sicherheit (Symbolbild)
Der Verfassungsschutz in Deutschland warnt vor Hackerangriffen.
© © Weissblick - fotolia.com

In seinem aktuellen Cyber-Brief Nr. 02/2018 berichtet das Bundesamt für Verfassungsschutz von "hochwertigen Cyberangriffen gegen deutsche Medienunternehmungen und Organisationen im Bereich der Chemiewaffenforschung".

Bei der Angriffswelle, die sich von August 2017 bis Juni 2018 ereignet haben soll, handele es sich um eine Spear-Phishing-Attacke mit "mutmaßlich nachrichtendienstlichem Hintergrund".

Die E-Mails, mit denen der Angriff durchgeführt wurde, beinhalteten einen Dateianhang mit Schadcode. Dabei habe es sich um Word-Dokumente gehandelt; bekannt seien die Dateinamen "E-Mail-Adressliste_2018.doc" und "Wichtig! Neue Anforderungen an die Informationssicherheit. Konten bearbeite.doc“.

Beim Öffnen der Dateien wird dem Nutzer in Word angeraten, Makros zu erlauben. Die Ausführung eines solchen Makro-Skripts führe dann zum Download weiterer Malware.

Das Bundesamt sieht einen Zusammenhang der Vorfälle mit einer Hackergruppierung namens Sandworm, deren Cyberangriffe erstmals 2015 bekannt wurden und die als "Advanced Persisting Threat" eingestuft wird (zu deutsch: fortgeschrittene, anhaltende Bedrohung). Ein mögliches Ziel der Gruppe sei neben dem gezielten Ausspähen von Daten auch das Sabotieren von IT-Systemen.

Bereits am 19. Juni 2018 habe das Sicherheitsunternehmen Kaspersky einen Report zu diesem Hackerangriff veröffentlicht.

12.7.2018 von Steve Buchta

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