Zugriff weltweit auf Server

US-Regierung will Zugriff auf Ihre Daten

Die Behörden der USA sind der Meinung, dass mit einem gerichtlichen Beschluß, der Zugriff auf Daten weltweit legitim ist. Resultat ist eine Ausernandersetzung in den Vereinigen Staaten inwieweit die US-Justiz darauf zugreifen darf.

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Daten,Schutz,USA
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Der Grund der Debatte ist eine Verfügung, mit der Microsoft gezwungen werden soll, Daten, die auf Microsoft-Servern in Irland gespeichert sind, an die US-Justiz herauszugeben. Letztere forderte die Herausgabe der Daten, unabhängig vom Ort der Speicherung. Nach Ansicht der US-Regierung ist die Rechtslage so: Daten, die im Internet gespeichert sind, können nicht mit Informationen verglichen werden, die auf einem analogen Medium in einem anderen Land liegen. Microsoft hat aber von den USA aus Zugriff auf die geforderten Daten und darum muss laut US-Regierung der Software-Konzern der Forderung nachkommen.

Erwarteter Gegenwind kam natürlich von Microsoft. Beim Obersten Gerichtshof in USA legte Microsoft Beschwerde gegen die Verfügung ein. Anwälte des Software-Konzerns gaben klar zu verstehen, dass die US-Justiz keine Befugnis auf einen Beschluss hat, der außerhalb des Landes liegt. Da das Datenzentrum in Dublin liegt, sind die Bundesbeamten nicht befugt auf die Server zuzugreifen. Rückendeckung bekam Microsoft auch von anderen namhaften Software-Herstellern wie Apple, AT&T, Cisco und Verizon, die sich klar für Microsoft aussprachen.

Diese Auseinandersetzung könnte Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Sollte diese Verfügung durchgesetzt werden, wäre es ein herber Rückschlag für die IT-Wirtschaft. Hintergrund seien auch die Enthüllungen von Edward Snowden. Das Vertrauen in Anbieter aus den USA ist seit diesem Vorfall nicht mehr groß.

15.7.2014 von Arnt Kugler

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