E-Mail-Adressen geklaut

Deutsche Telekom warnt vor Spam-Welle

Über E-Mail-Adressen von Kunden der Deutschen Telekom wird Spam verschickt. Wie die Cyberkriminellen an die Adressen kamen, ist unbekannt.

© shutterstock/ Di Studio

Spam kommt über E-Mail-Adressen von Kunden der Deutschen Telekom.

Wer E-Mails von Bekannten im Postfach sieht, ist in Sachen Sicherheit meist weniger alarmiert. Das nutzen Cyberkriminelle aus, die an Daten aus E-Mail-Adressbüchern von Kunden der Deutschen Telekom gekommen sein sollen. Der Provider warnt seit Mittwoch vor einer Spam-Welle. Dabei verwenden die Täter als Absender eine „t-online.de“-Adresse und versuchen, den Empfänger durch neugierig machende Betreffzeilen zu einem Klick auf eine schädliche Webseite zu bewegen.

Wie die Täter an die Adressdaten gekommen sind, ist unbekannt. Die Deutsche Telekom versichert, dass sich niemand unerlaubt Zugriff auf die Server verschaffen habe. Die schädlichen Nachrichten würden auch nicht über Mail-Server des Providers versendet. Stattdessen fälschten die Nutzer die Adressen einfach. Bedachte Nutzer können den Spam jedoch leicht entlarven. Neben der unseriösen Aufforderung gibt es im Text nur eine generische, englischsprachige Anrede („Hey“ oder “Hello!“) und Textfetzen wie „try it out“ oder „Have you already seen it“ als Betreffzeilen, die neugierig machen sollen (übersetzt: „Teste das!“ oder „Kennst du das?“).

Die schädlichen E-Mails sind also im Vergleich zu jüngeren Angriffen – etwa mit echten Namen und in Verbindung mit plausiblen Anlässen – relativ harmlos. Das Gefahrenpotenzial für den Empfänger liegt darin, eine Nachricht von einem vermeintlichen Bekannten zu erhalten. Wenn Sie eine solche Nachricht bekommen und auf den enthaltenen Link geklickt haben, dann sollten Sie schleunigst einen Viren-Scan durchführen. Checken Sie auch, ob Windows, der Browser und Erweiterungen auf dem aktuellen Stand sind. Es ist möglich, dass unter anderem (veraltete) Java- oder Flash-Lücken ausgenutzt wurden, um Ihren Rechner quasi „im Vorbeigehen“ (Drive-by-Downloads) mit Schädlingen zu infizieren.

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Für den vermeintlichen Absender – also den Nutzer, dessen Adresse verwendet wird – gibt es auch dringende Handlungsempfehlungen. Sind Sie betroffen, führen Sie ebenso einen Virenscan mit einer aktuellen Security-Suite durch, ändern Sie anschließend Ihr T-Online-Passwort. Das reduziert immerhin die Gefahr, dass sich Cyberkriminelle Zugriff auf Ihr Konto verschaffen. Spam in Ihrem Namen kann jedoch weiterhin verschickt werden, wie die Deutsche Telekom mitteilt.

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