Trojaner und andere Malware per Mail

Phishing-Angriffe mit gefälschten Telekom-Rechnungen nehmen zu

Gut gemachte Phishing-Mails machen im Netz die Runde, derzeit wird vor allem die Deutsche Telekom häufig als vermeindlicher Absender genutzt.

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Eine vermeintliche Mobilfunkrechnung der Deutschen Telekom in Höhe von 354,85 Euro soll die Empfänger beim Blick in das E-Mail-Postfach erschrecken. Manche sind über die Höhe der Rechnung so schockiert, dass sie jede Vorsicht vergessen und auf einen Link klicken, der in die E-Mail beigefügt wurde. Dieser Link soll angeblich die Rechnung auf den Bildschirm holen, in Wirklichkeit wird der PC jedoch mit Malware verseucht.

"Gefälschte Rechnungen der Telekom sowie anderer Provider, Online-Shops oder Online-Paymentsysteme sind ein bewährtes Mittel der Cyberkriminellen, um Schadsoftware zu verteilen", sagt Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab.

Phishing gehört für die Telekom schon zum Tagesgeschäft. Das Unternehmen warnt seine Kunden eindringlich vor solchen Angriffen und gibt auch Tipps zur Gefahrenabwehr. Die Öffentlichkeit soll diese Woche wieder auf die Gefahr hingewiesen werden.

Selbst Tim Griese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überraschen die Übergriffe nicht mehr, denn solche Übergriffe sind leider alltäglich geworden. Wer so eine Phishing-Mail empfängt, sollte diese umgehend löschen und keinen der Anhänge oder Links öffnen.

Nach Heartbleed und NSA-Skandal - Wie Sie trotzdem sicher bleiben

Durch die Ähnlichkeit mit echten Kunden-Mails ist es schwierig die Phishing-Mails als Spam auszufiltern. Sollte jemand aus Versehen doch auf einen Link klicken, müsste der Trojaner selbst aber als Schadsoftware erkannt, blockiert und gelöscht werden. Voraussetzung hierfür ist eine Sicherheitssoftware, die sich auf dem neuesten Stand befindet.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hatte bereits Anfang Juni im Namen der Telekom vor den Phishing-Mails gewarnt. Die Verbraucherzentrale rät zu einer Erkennung, die die Rechnungs-Mail auf fehlende Kunden- und Rechnungsnummern prüft. Empfänger, die den Link bereits angeklickt haben, sollten sofort den PC auf Viren überprüfen lassen, alle Passwörter ändern, Strafanzeige bei der Polizei erstatten und die Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten überprüfen.

24.6.2014 von Ramona Kohlen

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