Comeback für "Tech Support Scam"-Masche

Abzock-Anrufe nehmen wieder zu: Warnung vor vermeintlichem Microsoft-Support

Aktuell nehmen Abzock-Anrufe vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter wieder zu. Verbraucherschützer warnen vor einem Comeback der "Tech Support Scam"-Masche.

Internet Sicherheit - sicher Surfen (Symbolbild)

© Rawf8 - fotolia.com

Angeblich warnt Microsoft Nutzer vor einem befallenen System.​

Betrüger versuchen abermals, PC-Nutzer über die "Tech Support Scam"-Masche zu ködern. Während des Surfens poppt eine angebliche Sicherheitswarnung von Microsoft auf. Diese informiert den PC-Nutzer über einen vermeintlich aufgedeckten Virusbefall, der einen sofortigen Anruf bei Microsoft-Mitarbeitern nötig mache. Laut der Mitteilung sperrt Microsoft den Rechner, wenn der Nutzer den Anweisungen nicht Folge leistet, um "weitere Schäden zu verhindern".

In der Warnung steht eine Telefonnummer, mit der das Opfer "Microsoft Ingenieure" erreiche. Einmal in der Hotline, versucht ein falscher Microsoft-Mitarbeiter, den Anrufer zum Kauf eines Software-Wartungspakets für 400 Euro zu überreden. Der Betrüger will die Software per Fernzugriff installieren. Wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt, kann sich das vermeintliche Antiviren-Programm als Schadsoftware entpuppen. Bei direktem Zugang zum System, lesen Cyberkriminelle möglicherweise auch Passwörter und Bankdaten aus. 

In einigen Fällen installierten die Cyberkriminellen während dem Fernzugriff als Tarnung der kriminellen Machenschaften eine kostenlose Antiviren-Software. Anschließend sei das System von Viren befreit. Das berichten die Marktwächter der Verbraucherzentrale. 

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Eine solche "Warnung" sollten Nutzer immer ignorieren. Nach eigenen Angaben wird Microsoft nicht selbst aktiv, um schadhafte Geräte zu warten. Der PC-Besitzer muss die Reparatur selbst anstoßen. Außerdem erfolgt der Microsoft-Support fast ausschließlich online - nicht über das Telefon. Wer der "Tech Support Scam"-Masche zum Opfer gefallen ist, sollte seine Geräte offline nehmen und alle Passwörter neu vergeben. Betroffene können sich außerdem mit diesem Beschwerdeformular an die Verbraucherzentrale wenden. 

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