Streit um Firefox-Add-on

Mafiaafire macht gesperrte Webseiten zugänglich

Mafiaafire ist eine Firefox-Erweiterung. Sie leitet Zugriffe auf Domänen um, die wegen urheberrechtlicher Bedenken gesperrt sind, sodass die Angebote auf den betreffenden Seiten weiterhin zugänglich bleiben. Mozilla wurde aufgefordert, die Erweiterung aus dem Angebot zu nehmen, sieht dazu aber keine Veranlassung.

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mafiaafire, Firefox add-ons, gesperrte Webseiten
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© mozilla.org

Keine Bange, die bekannte Organisation aus Sizilien hat die Hände nicht im Spiel, und es werden auch keine Angebote gemacht, die man nicht ablehnen kann. Mafiaafire steht für "Music and Film Industry Association of America". Die lässt gelegentlich Webseiten sperren, auf denen urheberrechtlich geschütztes Material zu sehen ist wie z. B. Streams von Sportveranstaltungen oder Torrentsuchmaschinen. Das Add-on Mafiaafire lenkt Zugriffe auf diese gesperrten Seiten auf andere Domains um, sodass die Angebote zugänglich bleiben.

Verbreitet wird die Firefox-Erweiterung Mafiaafire unter anderem über Mozillas Website addons.mozilla.org. Vom offenbar zuständigen US-Heimatschutzministerium wurde Mozilla nun aufgefordert, die Erweiterung von der Webseite zu nehmen und die weitere Verbreitung zu unterbinden.

Die Mozilla Organisation sieht dazu bisher keine Veranlassung: Ihr Justiziar Harvey Anderson erklärte, dass Mozilla gerichtlichen Anordnungen selbstverständlich nachkomme, eine solche aber nicht vorläge, und erkundigte sich beim Ministerium, welche rechtliche und gesetzliche Grundlagen die Aufforderung habe. Eine Antwort stehe noch aus.

6.5.2011 von Beate Rother

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