StreetView

Strafzahlung für Googles WLAN-Aufzeichnungen

Googles StreetView-Fahrzeuge haben zwischen 2008 und 2010 auch WLAN-Daten aufgezeichnet. Dafür hat Hamburgs Datenschutzbeauftragter nun ein Bußgeld in Höhe von 145.000 Euro verhängt.

© Screenshot: Frank Ziemann; Google

145.000 Euro: Google zahlt eine Strafe für aufgezeichnete WLAN-Daten.

Die mit Kameras ausgestatteten StreetView-Autos, die Google seit einigen Jahren über die Straßen dieser Welt schickt, haben zeitweise auch WLAN-Daten erfasst und gespeichert. Dabei sind nicht nur,wie zunächst behauptet, nur die Kennungen und Standorte der WiFi-Router erfasst worden. Vielmehr sind auch Nutzdaten unverschlüsselter Funknetzwerke gespeichert worden.

Der Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in Hamburg, Prof. Dr. Johannes Caspar, hat deshalb jetzt ein Bußgeld in Höhe von 145.000 Euro gegen Google verhängt. Für Johannes Caspar stellt dieser Vorgang einen der größten, bekannt gewordenen Datenschutzverstöße überhaupt dar. Er bedauert, das Datenschutzverstöße bislang "nur zu Discount-Preisen geahndet werden" könnten. In den USA zahlt Google übrigens sieben Millionen US-Dollar.

Im Zuge des Ordnungswidrigkeitsverfahrens wurde Google auch verpflichtet, die rechtswidrig erfassten Daten wieder zu löschen. Google hat inzwischen den Vollzug der Lösung bestätigt. Google hatte zu den Vorwürfen erklärt, die Nutzdaten seien versehentlich gespeichert worden. Eine Folge des vor allem in Deutschland thematisierten Datenschutzskandals ist auch, dass es keine neuen StreetView-Bilder aus Deutschland gibt. Während in angrenzenden Ländern wie etwa in Tschechien selbst kleinste Landstraßen jenseits jeglicher Siedlungen erfasst sind, machen Googles Autos seit 2010 um Deutschland einen Bogen. Lesetipp: Schauen sie sich bei uns die größten StreetView-Fails an.

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