Spätestens 2017 zuschlagen

SSD-Preise: Speichermangel sorgt für deutlich höhere Kosten

Flash-Speicher sind hochgefragt, die Produktion kommt nicht hinterher. Als Folge sollen die Preise vor allem von SSDs bis Ende 2017 deutlich steigen, sagen Experten.

© Weka/Archiv

SSDs sind noch günstig, das könnte sich Ende 2017 ändern.

In modernen PCs und Notebooks  werkeln immer mehr SSDs (Solid-State-Drives) mit verfügbaren Endkundengrößen von mittlerweile bis zu 4 Terabyte. Der Bedarf für die verbauten, schnellen Flash-Chips wird immer weiter steigen. Damit solche Größen erreicht werden, bedarf es zudem immer komplexer werdenden Chips. Die Folge wird laut eines Reports von „DRAMexchange“ sein, dass die Preise für die schnellen Laufwerke deutlich steigen werden, da die Produktion schon in naher Zukunft hinterherhinken wird. Konkret gehen Experten von Preissteigerungen von 20 bis 25 Prozent aus – bis Ende 2017.

Aktuelle SSDs und Flash-Speicher in Smartphones und Tablets setzen auf Chips in NAND-Fertigung. Diese Technologie erlaubt immer kleinere Endgeräte bei stetig wachsendem Platzangebot. Samsung etwa hat beispielsweise mit der SSD 850 Pro als einer der ersten Hersteller sogenannten V-NAND-Speicher (allgemein MLC – Multi-Level-Cell) entwickelt, der Daten „dreidimensional“ auf einem Chip speichern kann. Die Fertigung benötigt somit mehr Ressourcen, die Ausschussquoten sind bei der Produktion jedoch auch höher als bei vorherigen, „alten“ Technologien.

Auf der Plus-Seite stehen große Kapazitäten bei minimalen bis nichtexistenten Geschwindigkeitsverlusten, die PC-Nutzer im Privaten sowie in Firmen nachfragen. Der Mobile-Markt mit Smartphones und Tablets als Millionenseller steht ebenso an, um aktuelle Chips von Samsung, Micron und Co. zu bekommen.

Lesetipp: SSD, HDD oder SSHD – Vor- und Nachteile

Allein in diesem Quartal soll die Nachfrage nach aktuellem NAND-Speicher um bis zu 10 Prozent gestiegen sein. Der Bedarf auch nach veralteten Chips, die Daten auf einer Ebene und bei großen Kapazitäten mehrfach in eine Zelle schreiben (etwa TLC – Triple-Level-Cell), stiegen angeblich im gleichen Rahmen. Jedes dritte Notebook werde derzeit mit einer SSD entweder mit TLC- oder MLC-SSD ausgeliefert, bis 2017 / 2018 soll es jedes zweite sein. Bei PCs sei der Anteil mit etwa 13 Prozent kleiner, aber nicht unbedeutend.

Es kann sich also lohnen, noch rechtzeitig ein SSD-Upgrade​ zu machen, bevor ein solches schnelles Laufwerk künftig größere Löcher in den Geldbeutel reißt. Wir empfehlen hier einen Blick in unseren Artikel mit günstigen SSDs bis 1 TB im Test​.

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