E-Mails von Cyberkriminellen

Sparkasse & PayPal: Verbraucherschützer warnen vor neuen Phishing-Wellen

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt Kunden der Sparkasse vor Phishing-Versuchen. Zusätzlich fälschen Cyberkriminelle PayPal-Mails.

Warnung vor Phishing-Mails

© Archiv

Cyberkriminelle haben es oft auf private Daten wie Name, Adresse oder auf Kontodaten abgesehen.

Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor neuen Phishing-Wellen, die auf Kunden der Sparkasse und von Paypal abzielen. Das Layout der Sparkasse-Mail sei täuschend echt und könnte den Empfänger leciht austricksen. In der Betreffzeile eröffnet die Phishing-E-Mail mit "Fall: <Nachname>-S998D893 | Mitteilung von Ihrer Sparkasse!". Dabei verwenden die Kriminellen den echten Namen des Adressierten, was die Glaubwürdigkeit steigert. Doch bei genauerem Hinsehen fallen Rechtschreibfehler und unpassende Formulierungen im Text auf.

Die Mail informiert den Empfänger über "mehrere Transaktionsversuche". Deshalb sperrte die Sparkasse angeblich die Kreditkarte des Kontoinhabers. Ein Button mit "Kreditkarte entsperren" leitet auf eine Webseite weiter, auf der das Opfer die Kreditkarte freischalten können soll. Tatsächlich handelt es sich um eine Webseite der Kriminellen, die dort Anmeldenamen und PIN abgreifen wollen. Verbraucherschützer warnen eindringlich vorm Weitergeben der verlangten Informationen. 

Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen betont, verlangt die Sparkasse von ihren Kunden nicht, PIN und Anmeldenamen so offenzulegen. Verstopft solch eine E-Mail das Postfach, entsorgt der Empfänger sie am besten gleich. Verunsicherte Nutzer können sich über den offiziellen Kundenservice nach dem Status der Konten erkundigen. Wer Benutzername und PIN über die verlinkte Webseite versehentlich an die Kriminellen weitergegeben hat, sollte das angegebene Konto sofort sperren lassen. 

Phishing-Versuch mit gefälschten PayPal-Mails

Aktuell aufgetauchte, vorgebliche PayPal-E-Mails wirken zunächst ebenso wie ein Original. Erst das Klicken auf die angeblich verlinkte DSGVO-Webseite von PayPal offenbart den Betrug. Die Weiterleitung führt auf die PayPal-Startseite, statt zu den DSGVO-Richtlinien des Dienstes. Laut dieser Phishing-Mail muss der Nutzer persönliche Daten aufgrund der DSGVO bestätigen. Andernfalls wäre PayPal gezwungen, das Konto einzufrieren. 

Lesetipp: Wie Sie Phishing-Mails erkennen

Tatsächlich aber wollen Cyberkriminelle private Daten abgreifen. Auch in diesem Fall rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die E-Mail zu ignorieren und zu löschen. Ob aufgrund der DSGVO wirklich eine Bestätigung der Daten ansteht, können Nutzer auf der Originalwebseite von PayPal prüfen. Nach der Konto-Anmeldung müsste eine entsprechende Aufforderungen unter den Benachrichtigungen zu finden sein. Doch dort dürfte in den meisten Fällen alles beim alten geblieben sein.

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