Urheberrecht

Sony gegen YouTube-Sperren

Während YouTube und Gema vor dem Hamburger Landgericht streiten, erklärte ein hochrangiger Sony-Vertreter, seine Firma sei dagegen, auf YouTube Musikvideos zu sperren.

© Hersteller/Archiv

Sony gegen YouTube-Sperren

Viele YouTube-Nutzer kennen den Hinweis, dass bestimmte Musikvideos nicht verfügbar sind, weil die Verwertungsgesellschaft die Rechte nicht eingeräumt habe. Der Chef von Sony Music International, Edgar Berger, hat jetzt im Zeitungsinterview erklärt, er wünsche, dass sich das ändert. Diese Sperren seien nicht von Sony veranlasst, sondern von der Gema, die Lizenzen sehr restriktiv handhabe. Sony verliere dadurch Geld, weil der Online-Handel behindert werde. Berger spricht hier von "Millionenumsätzen". Der Umsatzrückgang beim Handel mit CDs u. ä. sei inzwischen durch den Online-Verkauf fast ausgeglichen.

Die Gema und YouTube hatten einen vorläufigen Vertrag, der aber 2009 ausgelaufen ist. Sie konnten sich bisher nicht auf eine Nachfolgeregelung einigen. Ende 2010 hat die Gema YouTube dann verklagt, um das Löschen oder Sperren bestimmter Videos zu erzwingen. Ein Urteil wird im April erwartet.

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