Smile Detection - zeitgemäß weiter entwickelt

In der allgemeinen Wirtschaftskrise ergeben sich für Fotografen zuvor nie erwartete Probleme. So sind immer mehr Kameras nicht nur mit Gesichtserkennung,

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In der allgemeinen Wirtschaftskrise ergeben sich für Fotografen zuvor nie erwartete Probleme. So sind immer mehr Kameras nicht nur mit Gesichtserkennung, sondern auch mit "Smile-Detection", also Lächelerkennung ausgestattet. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung lächeln aber immer weniger Menschen, und die Kameras machen entsprechend immer weniger Fotos. Diese Entwicklung droht besonders in Japan und den USA zu einem größeren Problem zu werden.

Um einem dramatischen Rückgang der Zahl aufgenommener Fotos entgegen zu wirken, der sowohl zu noch mehr frustrierten Fotografen als auch zu spürbaren Auftragsverlusten der Online-Labors und Druckerhersteller führen würde, arbeiten innovative Hersteller wie z. B Omron in Japan an einer Weiterentwicklung ihrer Smile-Detection-Algorithmen und -Systeme. Diese werden z. B. auch in Apples iPhoto 09-Software genutzt.

Die Entwickler setzen zur zeitgemäßen "Trouble Detection" sowohl bei Hard- wie Software an. Die Hardware-Lösung ist relativ simpel. So sollen die Kameras einfach mit einer Umschaltmöglichkeit von quasi 180° für das Smile-Detection-Modul ausgestattet werden. So könnte die Kamera Gesichter auch mit nach unten gezogenen Mundwinkeln erkennen und auslösen. Die größte Schwierigkeit bei der Neuentwicklung liegt derzeit noch in der Integration in den Intelligenten-Automatik-Modus.

Bis zu einem eventuellen Firmware-Update können sich Besitzer vorhandener Kameras bei entsprechenden Problemen mit der "Smile Detection" damit behelfen, dass sie die ganze Kamera zur Aufnahme um 180° drehen, um mit "Trouble Detection" zu fotografieren. Das funktioniert aber nicht mit allen Modellen.

Softwareseitig sind zwei Lösungen denkbar, eine Kamera-integrierte und eine externe über das Bildbearbeitungsprogramm. Beide Lösungen basieren auf dem gleichen Prinzip. Die Software erkennt Motive mit nach unten gezogenen Mundwinkeln im aufgenommenen Bild und - ähnlich wie bei der automatischen Rotaugen-Korrektur - gleicht sie diese automatisch aus. Bei den höherwertigen Kameras könnte der Grad der Korrektur, um den die Mundwinkel nach oben gezogen werden, in mehreren Stufen variiert werden. Eine Beta-Version von Apples iPhoto-Software zeigte bei der automatischen Korrektur heruntergezogener Mundwinkel schon die erstaunliche Trefferquote von 100 Prozent (siehe Abb.)

Wie aus Berlin zu dem Thema zu hören ist, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das BMFI (Bundesministerium für Forschung und Entwicklung) bereits angewiesen, entsprechende Projekte mit größter Aufmerksamkeit zu verfolgen und nötigenfalls eigene Entwicklungen zu initiieren. Einen dem Vernehmen nach schon angedachten zwangsweisen Einsatz solcher Systeme bei der Bundespressekonferenz und anderen offiziellen Anlässen mit Politikern haben DJV, DJU und Freelens als Interessenvertreter der Fotografen aber bereits schärfstens zurückgewiesen.

www.omron.com/r_d/coretech/vision/okao.html www.apple.com www.youtube.com/watch?v=HGZbAku0slc Illustrationen: Omron, Apple

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Das erweiterte System kann jetzt auch mit negativen Lächel-Werten arbeiten.
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Die Beta-Version von Apples neuer iPhoto-Software korrigiert Gesichter mit nach unten gezogenen Mundwinkeln schon mit 100-prozentiger Trefferquote.
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1.4.2009 von Redaktion pcmagazin und Horst Gottfried

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