Sicherheit

Scareware vermehrt auch auf Smartphones

Die von Cyberkriminellen verwendete Methode, mit Scareware Nutzer zu betrügen, ist vom PC her hinlänglich bekannt. Kaspersky Labs hat jetzt den Trend ausgemacht, nach dem die Methode vermehrt auch bei Smartphones angewendet wird.

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Scareware vermehrt auch auf Smartphones

Die Methode ist relativ simpel. Präparierte Webseiten leiten den Nutzer auf eine Seite um, die ihm in Stil und Aufmachung bekannter AV-Software suggeriert, sein Rechner sei infiziert. Abhilfe wird sogleich mit einem kleinen, oftmals kostenpflichtigen Download angeboten. Die Infizierung des Rechners findet allerdings erst mit der heruntergeladenen Software statt, die Malware zu verschiedensten Zwecken nachlädt.Diese Methode wird laut einem Bericht der Kaspersky Labs jetzt vermehrt bei Smartphones angewendet. Vor allem in Russland und China, wo die Märkte für Smartphones gerade explodieren, versuchen Kriminelle, Geld abzuschöpfen.Die Suche nach einigen beliebten Apps wie z.B. Opera-Mini kann in solchen Fällen dann zu präparierten Seiten führen. Hier wird angeboten, das Android-Phone zu scannen, da es möglicherweise infiziert sei. Und, wie zu erwarten, ist das Gerät laut dem Ergebnis von allen möglichen Schädlingen befallen. Abhilfe soll der angebotene Download bringen, der allerdings erst die Malware einschleppt.  Bei Android heißt das installierte Tool VirusScanner.apk und es installiert den Trojaner SMS.AndroidOS.Scavir. Bei anderen Smartphones heisst das Paket VirusScanner.jar und beherbergt den Trojaner SMS.J2ME.Agent.ij.Die Trojaner gehen auch sofort zu Werke und versenden teure SMS an Premiumdienste, die entweder den Kriminellen gehören oder wo sie einen Teil der Gewinne abschöpfen. Dem Nutzer bleibt nur eine hohe Telefonrechnung.

Kaspersky Labs rechnet damit, dass Scareware auf Smartphones in 2012 weite Verbreitung finden wird.

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