Digitale Fotografie - Test & Praxis

SanDisk Extreme Pro CF - 90 MB/s schnelle CompactFlash im Test

SanDisk stellt eine neue Generation der CompactFlash-Karten vor und strukturiert auch die Produktlinien neu. Anstatt der bisherigen Extreme III bzw. Extreme IV

© Archiv

SanDisk stellt eine neue Generation der CompactFlash-Karten vor und strukturiert auch die Produktlinien neu. Anstatt der bisherigen Extreme III bzw. Extreme IV werden die künftigen CF-Karten die Bezeichnungen Extreme und Extreme Pro tragen und deutlich schneller sein. Die CF-Karten der "Extreme"-Familien werden bis max. 60 MB/s schnell und in Kapazitäten zwischen 8 und 32 GB verfügbar sein. Die Extreme Pro UDMA 6-CFs, aktuell schnellste CF-Karten auf dem Markt, versprechen max. Schreib- und Lesegeschwindigkeit von bis zu 90 MB/s. Sie werden in Kapazitäten von 16-64 GB angeboten.

Den Geschwindigkeitssprung verdankt die "Extreme Pro" dem "Power Core Controller". Um die Übertragungsgeschwindigkeit zu steigern, teilt dieser den Datenstrom in zwei Parallelpfade, die er gleichzeitig verarbeitet. Am Ende jedes Pfades steht ein separater Flash-Speicher, in dem die Daten abgelegt werden. Dieser Prozess des gleichzeitigen Schreibens und Speicherns wird von SanDisk als "Enhanced Super-Parallel Processing" (ESP) bezeichnet.

Mit der neuen ECC-Hardware-Engine (Error Correction Code) verspricht SanDisk eine höhere Datensicherheit. Die Funktion, die man schon von den Festplatten her kennt, prüft die Datensummen und stellt sicher, dass die übertragenen und gespeicherten Bilddaten denen entsprechen, die empfangen wurden. Der Einsatz der sogenannten "Wear-Leveling Firmware" soll die Zuverlässigkeit der Karte weiterhin erhöhen. Dieser steuert die Zugriffe auf die einzelne Speicherzellen und regelt somit deren gleichmäßige Abnutzung. Dies ist insoweit wichtig, da die Speicherzelle der Flash-Karten nur eine begrenzte Anzahl der Schreibzugriffe erlauben.

Wir haben eine 16 GB Extreme Pro gegen die 45 MB/s schnelle Extreme IV antreten lassen. Getestet wurde an der Sony Alpha 900, die mit 24 MP und max. 5 Bildern/s enorme Datenmengen produziert und damit auch den Einsatz schneller Karten sinnvoll macht. Bei der 20er JPEG-Serie war der Vorteil der neuen Karte gering - nur etwas über eine Sekunde. Doch in der RAW-Einstellung wuchs der Vorsprung auf 5 Sekunden an. Das sind beachtliche 25% in einem absolut hohen Geschwindigkeitsbereich. Wie groß der Leistungssprung ist, sieht man gut im Vergleich zu den Ergebnissen der Ultra II. Damit empfiehlt sich die neu Karte für Fotografen, die oft im RAW bzw. RAW+JPG und Serien fotografieren. Die aktuellen SLR-Modelle, mit UDMA 6 Unterstützung, sind auch eher in der Lage einen praktischen Nutzen aus die gebotenen Geschwindigkeit zu erziehen. Die Preis für die 16 GB Extreme Pro liegt bei 260 Euro und damit deutlich dem der Extreme IV. Eins 64 GB Version kostet stolze 860 Euro.

Extrem-CFs sind günstiger und liegen zwischen 80 ( 8 GB) und 260 Euro (32 GB).

www.sandisk.de

Mehr zum Thema

Büro-Software

Jahreslizenzen für Office bzw. jetzt Microsoft 365 sind regelmäßig im Angebot. Wir zeigen aktuelle Preise und verraten, wann sich ein Office-Kauf…
LCD- und OLED-Fernseher

Sony hat neue TV-Modelle für 2021 angekündigt. Neben den 4K- und 8K-Geräten der Bravia-Serie ist dabei auch ein eigener Video-Streamingdienst geplant.
Neue Grafikkarte

Um 14 Uhr startet der offizielle Verkauf für die Radeon RX 6700 XT. Wir sammeln wie gehabt Shop-Links, bei denen ein Kauf in der Theorie möglich sein…
Router-Flaggschiff

AVM hat die Fritzbox 7590 AX vorgestellt. Wie zuvor handelt es sich um eine WiFi-6-Variante eines bestehendes Routers: dem DSL-Topmodell Fritzbox…
Patchday

Mit KB5003173 und KB5003169 bekommt Windows 10 neue Patches. Die Updates im Mai stehen für die Versionen 20H2, 2004 und 1909 bereit. Das bringen sie!