Boot Kit Solution

Ryzen 2: Boot-Probleme ohne BIOS-Update - kostenlose Leih-CPUs von AMD

Die neue Generation von Ryzen-Prozessoren läuft auf bisherigen AM4-Boards – nach einem BIOS-Update. AMD schickt bei Boot-Problemen leihweise einen Gratis-Ersatz.

Ryzen 7 2700U und Ryzen 5 2500U: AMD stellt Laptop-Prozessoren vor

© AMD

AMD stellt mit Ryzen 7 2700U und Ryzen 5 2500U neue Laptop-Prozessoren vor - diese bieten GPUs der Vega-Generation.

AMD hat vor einer Woche die zweite Generation von Ryzen gestartet. Die ersten Prozessoren tragen die Bezeichnungen Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G und zielen auf das Einsteiger-Segment. "Ryzen 2" setzt ebenso wie die Vorgänger von Anfang 2017 auf den AM4-Sockel und kann mit dem nun integrierten Vega-Grafikchip die vorhandenen Videoausgänge auf bereits länger verfügbaren Mainboards ansteuern.

Allerdings benötigen die neuen APU-Kombichips (Accelerated Processing Unit) zwingend ein BIOS-Update, damit sie mit älteren AM4-Mainboards zusammenarbeiten. Viele Nutzer berichten von entsprechenden Problemen, auf die AMD mit der „Boot Kit Solution“ eine ungewöhnliche, aber für Betroffene hochwillkommene Lösung parat hat.

Wer ein altes AM4-Mainboard mit einer der neuen Ryzen-APUs kombiniert und Probleme hat, kann sich beim Hersteller melden. Gegen eine via Kreditkarte zurückzulegende Kaution schickt AMD kostenlos einen Prozessor der Bristol-Ridge-Reihe. Das ist die Vorgängergeneration von Ryzen, sie bietet ebenso wie die neuen „Ryzen 2“-APUs integrierte Grafikchips. Der zu reservierende Betrag soll sich am Neupreis des Ersatz-Chips richten.

Mit diesem Ersatz-Chip soll der Nutzer das BIOS bzw. UEFI-System des Mainboards auf den aktuellen Stand bringen können. Anschließend soll er den Leih-Chip mit Hilfe des beiliegenden Rücksendeetiketts zurück an AMD senden. Läuft alles reibungslos, gibt AMD den zuvor reservierten Betrag auf der Kreditkarte wieder frei. Wie betroffene Nutzer im Detail vorgehen sollen, erklärt der Hersteller auf seiner Support-Webseite.

Lesetipp: Ryzen-Mainboard kaufen - welcher Chipsatz?

Bevor Nutzer diesen Dienst in Anspruch nehmen, sollen sie laut AMD den Mainboard-Hersteller kontaktieren und ihn um das Updaten des BIOS / UEFI-Systems bitten. AMD gibt an, dass dies zwar Geld kosten kann. Im Fall der Fälle dürften Sie sich so jedoch keine Gedanken um Garantie und Gewährleistung Ihrer Hardware machen müssen.

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