Internet-Statistik

Jeder achte Klick in Deutschland geht auf eine Porno-Webseite

Großbritannien hat die Pornofilterpläne zum Anlass genommen, um die Häufigkeit der Besuche von Pornoseiten messen lassen. Das Unternehmen Similarweb - das die Messung durchführte - kam zu dem Ergebnis, dass Deutschland die Spitze weltweit anführt. Jeder achte Klick geht demnach auf erotische Angebote.

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In Deutschland landet jeder achte Klick auf einer Porno-Webseite.

Die britische Zeitung The Guardian beauftragte das Unternehmen Similarweb damit, den Anteil der Klicks auf pornografische Webseiten an der gesamten Internetnutzung zu messen. Die Messung ergab folgende Prozentwerte: in Großbritannien sind es 8,5 Prozent, in Spanien 9,6 Prozent und in den USA 8,3 Prozent. Der weltweite Durchschnitt bei den Porno-Visits liegt bei 7,7 Prozent. Absoluter Spitzenreiter ist Deutschland mit 12,5 Prozent aller Webseitenaufrufe.

"Der Traffic auf Webseiten für Erwachsende hat einem großen Anteil an der Internetnutzung", sagte Daniel Buchuk, Head of Brand and Strategy bei Similarweb. Der Ursprung dieser Messungen liegt im Bestreben des Premierministers David Cameron, der einen Filter für Pornografie-Webseiten plant, das sich nur nach einer erfolgten Altersverifikation der Anschlussinhaber abschalten lässt.

Dieser Filter soll nach Angaben der digitalen Bürgerrechtsorganisation Open Rights Group auch andere Inhalte ausfiltern. Die Nutzer können danach Internetfilter aktivieren für Themenbereiche wie "Pornografie, Gewaltdarstellungen, extremistische und terroristische politische Inhalte, Webseiten zu Magersucht und Essstörung, Suizid-Webseiten, Alkohol, Rauchen, Webforen, esoterisches Material und Umgehungstools für Netzsperren." Analysiert wurden weltweit die Klicks auf Erwachsenen-Webseiten ohne die Nutzung von Mobiltelefonen.

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