Europa wächst, alle anderen schrumpfen

PC-Markt wächst: Aufschwung durch Windows-10-Umstieg

PC-Hersteller wie Dell, HP oder Lenovo haben in Q2/2019 laut Marktforschern mehr PC-Hardware verkauft. Das liege v.a. am Windows-10-Umstieg im Business-Bereich.

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© Josef Bleier / Rawpixel.com / shutterstock.com

PC-Hardware und Laptops haben sich in Q2/2019 entgegen des Trends leicht besser verkauft.

Laut Marktforschungsunternehmen Gartner hat der PC-Bereich im zweiten Quartal 2019 in Sachen Verkaufszahlen weltweit um 1,5 Prozent zugelegt. Die ausgelieferten Einheiten für PCs und klassische Notebooks sind demnach von 62 auf 63 Millionen Stück gestiegen. Die Zahlen sind zuletzt zwei Quartale lang rückläufig gewesen, wie das Branchenportal Digitimes schreibt. Die positive Entwicklung gilt aber nicht überall und hat laut den Forschern klare Gründe.

Gartner sieht insbesondere Geschäftskunden – also Unternehmen, Behörden und andere Organisationen – als Treiber für die Zuwächse auf dem PC-Markt. Diese erfolgten laut den Forschern vorrangig im Rahmen des Umstiegs auf Windows 10, bzw. des nahenden Support-Endes für Windows 7. Hilfreich sei dabei auch die nachlassende CPU-Knappheit bei Intel gewesen. Prognosen für die weitere Entwicklung seien schwierig, für Unsicherheit sorgt der anhaltende Handelsdisput zwischen den USA und China. Direkte Auswirkungen dessen für PC-Verkäufe sollen bisher aber nicht zu spüren sein. 

PC-Markt im Wachstum: Nicht überall

In der Gesamtbetrachtung wächst der PC-Markt. Europa ist dabei mit 1,7 Prozent als einzige aufgezählte Region positiv. Dabei seien im Vergleich zum erwähnten Business-Bereich die klassischen Endkonsumenten wenig an neuen PCs und Notebooks interessiert: mangels Innovationen außerhalb des Gaming-Sektors. Die USA sollen in Q2/2019 auf dem PC-Markt 0,4 Prozent verloren haben, in Asien 1 und in Lateinamerika 3,9 Prozent. 

Andere Forscher, andere Zahlen  

Während Gartner das weltweite Wachstum des PC-Markts trotz Rückgänge in mehreren Regionen mit 1,5 Prozent beziffert, sehen Marktforscher des Mitbewerbers IDC ein Wachstum von 4,7 Prozent. Die Zahlen kommen durch eine andere Zählweise zustande, wie das IT-Portal Ars Technica schreibt. Surface-Geräte von Microsoft kommen beispielsweise bei Gartner mit in die Zählung, Chromebooks nicht. IDC bewertet die Geräte komplett gegensätzlich – zählt Chromebooks also als PCs und Surface-Geräte nicht. 

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Das führt zu besonders großen Unterschieden in den Zahlen: Während Gartner für die USA beispielsweise ein kleines Minus sieht, vermerkt IDC eine "hohe einstellige Prozentzahl" ins Positive. Die Zahlen legen eine wachsende Beliebtheit bei Chromebooks nahe, in der Tat sind die schlanken Laptops mit Googles Chrome OS in den USA sehr verbreitet, spielen im hiesigen Raum aber kaum eine Rolle.

Einigkeit bei der Ursache

Einig sind sich die Experten wegen den Gründen für das PC-Wachstum: So sollen vereinzelt hervorstechende oder auch lang anhaltende Wachstumsraten – wie etwa in Kanada mit aktuell 11 Prozent Wachstum, nach drei Jahren kontinuierlichen Anstiegs – ebenso durch Windows-Umzüge samt Hardware-Neukäufe zu erklären sein. Windows 10 ist seit 2015 verfügbar. Für Windows 7 endet am 14. Januar 2020 der Support, nach über zehn Jahren auf dem Markt.

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