CES 2019

Nvidia Geforce RTX 2060: Mittelklasse-GPU mit Echtzeit-Raytracing

Nvidia hat die Geforce RTX 2060 angekündigt. Wir fassen alle wichtigen Infos von der Ankündigung zu Release, Preis, Custom-Designs und mehr zusammen.

© Nvidia

Nvidia hat die Geforce RTX 2060 angekündigt

Die Geforce RTX 2060 ist offiziell. Ab dem 15. Januar 2019 ist die Mittelklasse-GPU als Founders Edition (siehe Bild) auf der Nvidia-Webseite für 369 Euro verfügbar. Hersteller bringen gleichzeitig Custom-Designs, auch mit Werksübertaktung. Dazu kommen noch Komplettrechner von Acer, Alienware, Dell, HP und Lenovo, die u. a. mit dem neuen Grafikchip ausgerüstet werden können.

Die Geforce RTX 2060 kommt mit 6 GB GDDR6 RAM und soll 60 Prozent schneller als das Vorgängermodell Geforce GTX 1060 sein. Mit Echtzeit-Raytracing - bisher nur in Battlefield 5 verfügbar - sollen 60 Bilder pro Sekunde möglich sein.

Zum Launch startet Nvidia eine Aktion, mit der System- oder Grakkarten-Käufer zum gekauften Produkt entweder Anthem (Release: 22. Februar 2019) oder Battlefield 5 gratis dazu erhalten. Anthem wird Nvidias Deep Learning Super Sampling (DLSS) unterstützen. Ein entsprechender DLSS-Patch wird auch für Battlefield 5 kommen. Echtzeit-Raytracing ist im Multiplayer-Shooter bereits integriert.

Lohnt sich die Nvidia Geforce RTX 2060?

In bisherigen Tests bietet die Geforce RTX 2060 eine ordentliche Leistung. In der Disziplin Rasterization bietet sie der Geforce 1070 Ti Paroli. Im bisher einzigen Spiel mit Echtzeit-Raytracing (für Reflektionen) - Battlefield 5 - kann die RTX 2060 mit genügend CPU-Power gerade noch so spielbare Bildwiederholraten (1080p bis maximal 2K / WQHD) ermöglichen. Das macht den Grafikchip durchaus attraktiv.

Allerdings gibt es bei der RTX 2060 - wie bei der auf der CES 2019 angekündigten High-End-GPU Radeon Vega 7 - einen Wermutstropfen. Während AMD (noch) kein Echtzeit-Raytracing auffahren kann, punktet die Vega 7 mit 16 GB HBM2 Speicher. Für etwa den halben Preis muss sich Nvidias Mittelklasse nur mit 6 GB Grafikspeicher begnügen.

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Die meisten Tester sind sich einig, dass dies der erste Flaschenhals sein wird, der die RTX 2060 in die Knie zwingen wird. Schon bei der RTX 2080 ist zu bemängeln, dass Nvidia bei einer für 4K-Auflösungen gedachte Gaming-Grafikkarte lediglich 8 GB Speicher verbaut. Die 1080 Ti besitzt 11 Gigabyte, welche in dieser Generation der RTX 2080 Ti vorbehalten sind.

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Das vorläufige Fazit ist also: Wer sich Support für Echtzeit-Raytracing offen halten, auf niedrigen Auflösungen eine besonders hohe Performance genießen möchte und zur Not optische Abstriche in Kauf nehmen kann, ist mit der RTX 2060 gut bedient. Bei höherer Auflösung und entsprechenden Grafiksettings kommt die Karte schon bald an ihr Limit, vor allem wegen des Speichers. Dann heißt es: nach Alternativen umschauen.

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Ohne Raytracing gibt es dann immerhin von AMD die Radeon RX 590 für unter 300 Euro. In Angeboten können Sie die Radeon Vega 56 für etwa das gleiche Geld bekommen. Für 400 Euro wäre die Vega 64 eine Überlegung wert. Soll es Nvidia bleiben, könnte die 1070 Ti interessant sein, die etwa so viel kostet, wie die RTX 2060. Für schnelleres Raytracing bleibt als Lösung nur: mehr Geld in die Hand nehmen für RTX 2070, 2080 oder 2080 Ti.

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