Nukemap3D

Webseite simuliert Atombombenexplosionen mit Google Earth

Nukemap3D ist eine ebenso makabre wie auch mit pädagogischem Wert versehene Webseite. Die Seite soll Usern die Wirkung von nuklearen Waffen aufzeigen und anhand bekannter Orte auf Google Maps verdeutlichen.

© Screenshot: WEKA; http://nuclearsecrecy.com/nukemap3d/

Atombomben testen: Nukemap3D simuliert nukleare Vernichtung mit Google Earth.

Mit der Entwicklung der Atombombe in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde eine der wohl größten Gefahren für die Menschheit und den Planeten erschaffen. Das zeigte sich spätestens beim Einsatz der Atombombe gegen die Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und am 9. August 1945. Welche Auswirkungen die nukleare Energie hatte, die bei den Explosionen frei geworden ist und welche katastrophalen Folgen dies für die Umwelt und ihre Bewohner hatte, ist heute vielen nicht mehr klar.

Um die Auswirkung einer Atombombe in bevölkertem Gelände verstehen zu können, bietet der Wissenschaftshistoriker Alex Wellerstein seinen Online-Dienst Nukemap3D an. Dieser gibt dem Nutzer die Möglichkeit, mehrere Atomwaffenmodelle - darunter auch die aus dem Jahre 1945 sowie aktuelle Modelle aus Nordkorea, Indien, Pakistan, etc. - zu wählen. Mit der Atomwaffe kann dann virtuell ein beliebiger Ort auf der Weltkarte anvisiert und die gewählte Bombe auf dem Bildschirm simuliert werden.

Das Online-Tool nimmt sich Google Earth zu Hilfe und simuliert auf der Karte die Entwicklung des virtuellen Einschlags samt Explosion. Der Nutzer bekommt zusätzliche Daten zu Opferzahlen und physikalischen Faktoren wie der Ausbreitung der Druckwelle und des Atompilzes, dem Durchmesser des Feuerballs, der Ausbreitung tödlicher Strahlung oder den vom Fallout (nuklearer Niederschlag) betroffenen Regionen. Auch die Simulation der bisher größten gezündeten Bombe sowie einem kleinen Modell etwa durch einen terroristischen Anschlag ist möglich.

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