Globale Spionage

BND und NSA - Details über Partnerschaft enthüllt

Der deutsche BND wirkt an der NSA-Überwachung mit. Dies geht aus Berichten der dänische Zeitung "Dagbladet Information" und "The Intercept" hervor.

News
VG Wort Pixel
Neue Snowden-Enthüllungen offenbaren eine deutsche Beteiligung.
Neue Snowden-Enthüllungen offenbaren eine deutsche Beteiligung.
© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Am weltweiten Netz der NSA zur Überwachung der Glasfaser-Kabelverbindungen sind auch deutsche Behörden wie der Bundesnachrichtendienst BND aktiv beteiligt. Dies geht aus Details der Snowden-Dokumente sowie anderen Medienberichten hervor. Das amerikanische Überwachungs-Programm heißt "Rampert A". Es beteiligt verschiedene Drittstaaten mit Abhörstationen an allen wichtigen Knotenpunkten der Kommunikation. Nach den Berichten sind auch Deutschland und Dänemark aktiv an der weltweiten Schnüffel-Infrastruktur beteiligt.

Die "Partnerdienste" der NSA verwenden für den Zugriff auf die Kabel US-Ausrüstung, die für den Transport, die Verarbeitung und Analyse der Daten genutzt wird. Diese "Wharpdrive" genannten Installationen werden in weiteren Dokumenten über ein Treffen zwischen der NSA und dem deutschen BND genannt. 

Wie berichtet wird, bestimmen die bilateralen Vereinbarungen, dass die jeweiligen Partner sich nicht gegenseitig ausspionieren, von nicht näher bestimmten "Ausnahmen" abgesehen. Allerdings bleibt es möglich, dass beispielsweise deutsche Daten von den Dänen für die USA abgegriffen werden können und umgekehrt.

Aus den bisher zugänglichen Dokumenten werden die beteiligten Staaten nicht direkt benannt. Auch die Orte der Abhörstationen wurden nicht benannt. Es wird aber angenommen, dass beispielsweise offensichtliche Funk-und Satelliten-Überwachungsstationen auch für die Kabelüberwachung genutzt werden. Auch der steigende Umfang der Abhör-Kooperationen ist bekannt. So gab es 2010 fünf aktive Partnerschaften sowie verschiedene Kooperationen, für den April 2013 wurden bereits 13 Abhör-Partnerschaften benannt.

Wie Netzpolitik.org zusammenfassend berichtet, hat "Rampart A" eine Schnüffel-Bandbreite von drei Terabit/Sek, was in etwa dem Spitzen-Traffic des größten Internetknotens der Welt, DE-CIX in Frankfurt, entpricht.

20.6.2014 von Joachim Drescher

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Das Hasso-Plattner-Institut bietet einen Sicherheits-Test an.

Millionen gestohlene Datensätze

HPI-Test: Eigene E-Mail-Adresse auf Identitätsklau testen

Mit seiner E-Mail-Adresse kann man beim Hasso-Plattner-Institut testen lassen, ob eigene Daten Hackern zum Opfer gefallen sind und im Internet…

Whatsapp - blaue Haken

Blaue Haken

Whatsapp jetzt mit "Gelesen"-Status

MIt blauen Haken zeigt Whatsapp nun, ob eine Nachricht gelesen wurde. Viele Nutzer reagieren erbost - andere nehmen das Update mit Humor.

Telekom-Logo

Telekom-Rechnung

Warnung vor täuschend echten Fake-Rechnungen

Die Deutsche Telekom warnt wieder vor E-Mails, die sich als Telekom-Rechnungen tarnen. Mittlerweile existieren sogar Schreiben, in denen Betroffene…

Das Browser-Tracking ist dank Cookies möglich - auch beim Inkognito-Modus.

Chrome, Firefox & Opera

Nutzer können trotz privatem Modus nachverfolgt werden

Auch wenn User im Internet per Inkognito-Modus unterwegs sind und keine Cookies speichern, können Nutzer nachverfolgt werden.

Facebook-Logo

Verbraucherzentrale reicht's

Facebook wegen neuer Nutzungsbedingungen abgemahnt

Die neuen Facebook-Nutzungsbedingungen verstoßen laut Verbraucherschützern gegen deutsches Recht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt Facebook…