Geoblocking ade

Endlich Netflix, Prime Instant Video & Co. ohne Sperren nutzen

Die EU-Kommission hat die Pläne für den Digitalen Binnenmarkt vorgestellt. U. a. sind "ungerechtfertigte" Ländersperren (Geoblocking) auf Netflix und Co. damit Geschichte.

© Kobes - Fotolia.com

Die EU-Kommission beschließt eine Strategie, die Streaming-Fans freut.

"Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar" - die so oder ähnlich lautenden Hinweise auf Netflix, Prime Instant Video und mehr sind bald Geschichte, zumindest teilweise. Die EU-Kommission hat am Mittwoch die sogenannte "Digital Single Market"-Strategie (Digitaler Binnenmarkt) verabschiedet. Damit verschwinden größtenteils Ländersperren (Geoblocking), die beispielsweise Nutzer in Deutschland davon abhalten, auf das US-Angebot eines Streaming-Dienstes zuzugreifen.

Die im genannten Beispiel eingerichtete Sperre entspräche einem "ungerechtfertigten" und "diskriminierenden" Geschäftsgebaren. Der Anbieter setze Geoblocking ein, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Dazu machen es Probleme bei der Lizenzierung Anbietern wie Netflix oder Amazon in vereinzelten Ländern schwierig, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Nutzer in ganz Europa sollen uneingeschränkten Zugriff auf digitale Güter und Dienste bekommen. Bislang war es meist nötig, VPN-Tools einzurichten und eine internationale Identität vorzutäuschen, um auf ausländische Angebote zuzugreifen.

Die Teilaufhebung des Geoblockings betrifft nicht die GEMA-Sperre, beispielsweise auf Youtube. Zum Thema Geoblocking durch (potenzielle) Urheberrechtsverletzungen hält die Binnenmarkt-Strategie keine Neuerungen parat. Immerhin soll Ende 2015 vorgestellt werden, wie die Handhabung von Urheberrechten online geregelt werden wird. Die EU-Kommission verspricht eine "Harmonisierung", die Endverbrauchern mehr Freiraum lässt, gleichzeitig aber die Rechteinhaber schützt. Die EU plant zudem, Urheberrechtsverletzungen im kommerziellen Stil hart zu bestrafen.

Weitere Teile der Strategie zum Digitalen Binnenmarkt finden Sie auf der Website der EU-Kommission. Alternativ können Sie sich auch das folgende Video anschauen.

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