MongoDB-Sicherheitslücke

Millionen Nutzerdaten frei zugänglich

In der beliebten Datenbank-Software MongoDB wurde eine schwerwiegende Sicherheitslücke entdeckt, die Millionen offene Nutzerdaten bedeutet.

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In der Datenbank-Software MongoDB wurde eine Sicherheitslücke entdeckt.

Die populäre NoSQL-Datenbank MongoDB ist von einer schweren Sicherheitslücke betroffen. durch die mehrere Tausend Datenbanken offengelegt sind. Nahezu ungehindert können Personen sämtliche Eintragungen in der jeweiligen Datenbank einsehen.

Unter den unzähligen sensiblen Daten befinden sich nebst Namen und Adressen auch Kreditkartendaten. Auch eine halbe Million deutscher Adressen konnten durch die Lücke entdeckt werden. Der Fehler liegt dabei in nicht aktivierten Sicherheitsmechanismen der MongoDB, die durch Admins hätte erfolgen sollen.

Entdeckt wurde die Problematik von Studenten des Saarbrückener Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit. Möglich ist der Zugriff von außen, da Standard-Installationen der MongoDB nur Zugriff vom lokalen System aus ermöglichen. Weitere Sicherheitsmaßnahmen wie Passwörter werden nicht eingerichtet.

Werden Datenbanken nun auf externe Server umgelagert und der damit notwendige Zugriff von außen ohne weitere Konfigurationen eingerichtet, so ist dann nicht nur für den Besitzer der MongoDB-Datenbank die Einsicht auf die Daten möglich, sondern für alle.

In einer offiziellen Stellungnahme bitten die Entdecker der Problematik eindringlich darum, die Notwendigkeit von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen besser zu dokumentieren und nach Möglichkeit bereits in der Standard-Installation zu verwenden. Nutzer einer solchen MongoDB-Datenbank wird empfohlen, diese Einstellungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern.

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