Cloud Storage

Microsoft SkyDrive überwacht gespeicherte Daten

Der Windows Live Dienst SkyDrive, vergleichbar mit Dropbox oder GDrive, überwacht anscheinend alle Daten, die die Nutzer in die Cloud hochladen, und zensiert, wenn seine strikten Nutzungsbedingungen verletzt werden.

© Microsoft

Neues Logo für Skydrive

Cloud-Dienste erlauben, Daten von der Festplatte auszulagern und bei Bedarf auch mit anderen Geräten zu synchronisieren. Mittlerweile ist es Mode geworden, Fotos vom Smartphone automatisch in einen Ordner beim jeweiligen Cloud-Dienst zu schieben.

Dabei sollte der Nutzer vorsichtig sein und vorher die Nutzungsbedingungen von Microsoft lesen, wenn er SkyDrive nutzt. Dort steht unter anderem, dass das Einstellen von Bildern, Comics oder Mangas, die Nacktheit oder teilweise Nacktheit darstellen, untersagt ist. Das gilt auch, wenn der Ordner als privat markiert und niemandem außer dem Nutzer (und offensichtlich Microsoft) zugänglich ist.

Über diese Bedingungen war bereits 2011 ein deutscher Fotograf gestolpert. Wenn Microsoft Inhalte beanstandet, kann es wie hier leicht passieren, dass der gesamte Zugang zu Windows Live gesperrt wird.

So passierte es gerade auch einem Nutzer aus Holland. Er fand seinen Windows Live Account gesperrt. Damit war ihm der Zugang zu Hotmail, Xbox Live, dem Marktplatz und SkyDrive versperrt. Zunächst dachte er an einen Hack, musste aber nach mehreren Anrufen bei Microsoft feststellen, dass der Account gesperrt war wegen einiger inkriminierter privater Bilder in einer Menge von rund 10 GByte Daten. Nach 2 Monaten fruchtloser Versuche des Entsperrens wurde sein Account gelöscht und er verlor den Zugang zu seinen Daten und ebenso alle installierten Apps.

Microsoft kontrolliert also anscheinend die hochgeladenen Daten seiner Nutzer. Ein Weg, dies zu verhindern ist, die Daten vor dem Hochladen zu verschlüsseln. Dazu gibt es Tools wie etwa Cloudfogger oder BoxCryptor, die für die gängigen Plattformen zur Verfügung stehen.

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