Neue Nutzerbedingungen

Skype, Outlook & Co.: Liest Microsoft Nutzernachrichten und E-Mails mit?

Microsoft verbannt vulgäre Sprache, Pornografie und Gewalt aus dem Windows-Universum. Gibt es die neuen Nutzungsbedingungen ohne eine Überwachung der Nutzer?

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Liest Microsoft für die Durchsetzung seiner neuen Regeln Nachrichten und Mails mit?

Software-Riese Microsoft will mit neuen Nutzerbedingungen fragwürdige Inhalte aus dem Windows-Universum verbannen. Das trifft neben Schimpfwörtern v.a. auch Inhalte wie Pornografie und explizite Gewaltdarstellungen. Die neuen Nutzerbedingungen erstrecken sich auf mehrere Dienste. Dazu gehören Xbox Live, Skype, Bing, Cortana sowie die Cloud-Services Office 365 und OneDrive. 

Wie genau Microsoft sein Vorhaben durchsetzen will, führt das Unternehmen nicht weiter aus. Jedoch behält sich der IT-Riese vor, "deine Inhalte zu prüfen". Ob sich Microsoft damit das Recht herausnimmt, die Inhalte seiner Nutzer mit Bots und Filtern zu durchforsten, lässt das Unternehmen nicht klar durchblicken. Doch ist die Verwendung solcher Hilfsmittel sehr wahrscheinlich, da eine Überprüfung bei der Vielzahl an Nutzern anders nicht möglich wäre.  

Die Änderung der Nutzungsbedingungen von Microsoft könnte sich für viele wie ein Einschnitt in die Privatsphäre anfühlen. Immerhin sind erwachsene Menschen selbst für ihr Handeln verantwortlich und der Konsum von zum Beispiel Pornografie geht Microsoft nichts an. So wären zum Beispiel auch keine intimen Skype-Anrufe mit dem Partner mehr erlaubt.

Vermutlich reagiert Microsoft mit den neuen Nutzungsregeln auf ein vom US-Parlament verabschiedetes Gesetz. Eigentlich soll der "Allow States and Victims to Fight Online Sex Trafficking Act of 2017" gegen Plattformbetreiber vorgehen, die mit Menschenhandel und Missbrauch in Verbindung gebracht werden. Doch das Gesetz ist so weit gefasst, dass auch Webseiten-Inhaber von seriösen Unternehmen ins Visier geraten könnten. Bei der Vielzahl von Microsoft-Nutzern will sich das Unternehmen durch die Änderungen der Nutzungsbedingungen wahrscheinlich absichern.

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Die Umstellung auf ein "jugendfreies" Microsoft-System soll am 1. Mai stattfinden und jeder, der im Besitz eines Microsoft-Kontos ist, stimmt den neuen Richtlinien automatisch zu. Neben den genannten Maßnahmen will Microsoft noch weitere Änderungen durchsetzen. Als ersten Punkt der "Verhaltensregeln" nennt Microsoft zum Beispiel noch "Tu nichts illegales" und untersagt dem Anwender ferner Aktivitäten, die das Ausnutzen, Schädigen oder Bedrohen von Kindern betreffen.

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