NSA-Skandal

Microsoft will gegen Überwachung und Schnüffelei klagen

Der NSA-Skandal zeigt Wirkung bei den Branchengrößen. So kündigt Microsoft jetzt verschiedene Maßnahmen an, um Daten der Kunden besser gegen die Ausspähung durch die NSA zu schützen.

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Microsoft vs. NSA: Der Überwachungs-Skandal kommt mittlerweile bei den Großkonzernen an.

Die Snowden-Enthüllungen über die staatliche Massenüberwachung durch die NSA und Co. bringt die großen IT-Konzerne in Zugzwang. So kündigt Microsoft jetzt ein ganzes Maßnahmebündel an, um die Daten der Kunden, auch die Daten ausländischer Kunden, besser vor Ausspähung, Abgriff und geheimer Auswertung zu schützen - inklusive des Gangs vor den Richter.

Wie Brad Smith, der Chef-Jurist des Konzerns, im offiziellen Microsoft-Blog ankündigt, will man sich künftig vor Gericht gegen die Spähaktionen der NSA wehren. Man sei der Auffassung, dass amerikanische Behörden nicht befugt sind, im Ausland gespeicherte Daten abzugreifen. Die Behörden sollen sich an den "legalen Prozess" halten und nicht den Zugang zu Nutzerdaten mit "technischer Brachialgewalt" erzwingen.

Außerdem soll die Verschlüsselung des internen Datenverkehrs des Konzerns ausgebaut werden. Die Verschlüsselung soll künftig auf alle Dienste ausgedehnt werden. Genannt wurden Outlook.com, Office 365, SkyDrive und Windows Azure. Dies ist als Reaktion darauf zu werten, dass die NSA im Ausland den Datenverkehr ohne Gerichtsbeschluss angezapft hat. Am bekanntesten sind hier die Zugriffe auf Google- und Yahoo-Daten geworden.

Lesetipp: E-Mails vor NSA & Co. schützen

Weiter verspricht der Konzern, zumindest seine Geschäfts- und Regierungskunden über behördliche Daten-Anforderungen zu informieren. Falls man daran gehindert werde, soll das Gericht angerufen werden. Zudem soll für ausgewählte ausländische Regierungen die Transparenz der Microsoft-Programme erhöht werden, indem ihnen eine Überprüfung des Microsoft-Quellcodes auf "Backdoors" gestattet wird.

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