Vor Windows 10 Release

Microsoft macht 2,1 Milliarden US-Dollar Verlust

Bringt der Release von Windows 10 eine Wende, die Microsoft gerade gut gebrauchen kann? Der Konzern gibt die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal bekannt. Demnach kommen bei einem Umsatz von 22,2 Milliarden US-Dollar unterm Strich 2,1 Milliarden US-Dollar Verlust heraus.

© Microsoft Deutschland GmbH

Microsoft gibt die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal bekannt.

Microsoft hofft auf Windows 10 und damit kommende, bessere Zahlen. Am Mittwoch gaben die Redmonder die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal bekannt. Demnach machte der Konzern insgesamt einen Umsatz über 22.2 Milliarden US-Dollar. Damit ist jedoch kein Gewinn erwirtschaftet worden - der Verlust liegt bei 2,1 Milliarden US-Dollar. Ausschlaggebend dafür ist die Abschreibung von Nokia, diese alleine kostete Microsoft 7,5 Milliarden US-Dollar. Der neue Microsoft-Chef Satya kürzt derzeit an entsprechenden Stellen. Weitere Hintergründe und Folgen der Kürzungen bei Microsoft haben unsere Kollegen von connect.de für Sie zusammengefasst.

Der Umsatz mit Geräten und Software für Endverbraucher fiel um 13 Prozent auf 8,7 Milliarden US-Dollar, die Werbeeinnahmen (etwa Anzeigen bei Bing, im Windows Store, etc.) stiegen immerhin leicht auf 13,5 Milliarden US-Dollar. Einnahmen durch OEM-Versionen von Windows fielen um 22 Prozent. Das liegt womöglich daran, dass Firmen und Endverbraucher nach dem Windows-XP-Ende und gerade vor dem anstehenden Windows-10-Release weniger Rechner gekauft haben. Das könnte sich in unmittelbarer Zukunft ändern. Eine entsprechende Erholung hätte der Markt sicher nötig.

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Die Einnahmen mit Surface-Tablets stiegen um 117 Prozent auf 888 Millionen US-Dollar, die dritte Generation des Microsoft-Tablets kommt gut an. Lesen Sie passend dazu unseren Test zum Surface 3. Auch die Einnahmen im Spielebereich stiegen, hier beträgt der Wert 27 Prozent - getrieben von Xbox One, Xbox-Live-Transaktionen und eigenen Spielen.

Office 365 erfreut sich ebenso größerer Beliebtheit. Im vergangenen Quartal ist die Zahl der Abonnenten um 3 Millionen auf jetzt insgesamt 15,2 Millionen gestiegen. Auch über das Geschäft mit Windows Phones gibt es Aktuelles: Zwar verkaufte Microsoft insgesamt mehr Smartphones als im Vorjahresquartal (8,4 Millionen). Da die verkauften Geräte aber hauptsächlich im Einsteigerbereich ansiedeln, sind die Einnahmen entsprechend niedrig. Ein Verlust von 68 Prozent ist zu beklagen.

Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft mit Windows 10 im nächsten Quartal wieder schwarze Zahlen schreiben kann. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch - und das wahrscheinlich sogar berechtigt. Sowohl Nutzer als auch Firmen scheinen sich derzeit auf Windows 10 vorzubereiten. Das Betriebssystem startet am 29. Juli.

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