Ab dem 1. Oktober

Microsoft Exchange: Basic-Auth-Verfahren wird abgeschafft

Das als unsicher geltende Anmeldeverfahren "Basic Authentication" wird im Herbst 2022 in Postfächern mit Microsoft Exchange endgültig deaktiviert. Welche Änderungen damit auf Nutzer zukommen, erfahren Sie hier.

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Microsoft Exchange: Die Basic-Auth-Anmeldung wird sukzessive abgeschafft.
Microsoft Exchange: Die Basic-Auth-Anmeldung wird sukzessive abgeschafft.
© Microsoft

Nutzer von Microsoft Exchange konnten sich unter anderem via "Basic Authentication" bei ihrem Mail-Server anmelden. Dieses gilt aber gemeinhin als unsicher, da es sich hierbei quasi um eine einfach verschlüsselte Klartextübertragung der Anmeldedaten handelt. Dieses Verfahren soll ab 1. Oktober deaktiviert werden, wie Microsoft in einem Blogbeitrag verkündet hat.

Die Abschaltung des Basic-Auth-Verfahrens gestalte sich jedoch kompliziert: So sei die unsichere Verschlüsselungsmethode weiterhin vielfach in Mailprogrammen oder -apps vorhanden, obwohl es sich bei Basic Authentication vermutlich um die am meisten ausgenutzte Schwachstelle in der Mail-Kommunikation handele.

Entsprechend habe Microsoft bereits mit der Stilllegung des Anmeldeverfahrens begonnen. Dies betreffe Millionen von Exchange-Kunden, die das Verfahren ungenutzt gelassen haben. Auch weitere Login-Methoden, die nicht genutzt wurden, seien von der Deaktivierung betroffen.

Hierbei sei es unabhängig, welches Mail-Protokoll genutzt wurde. Unter den betroffenen Protokollen befinden sich neben den hierzulande beliebten Varianten POP, IMAP und EWS (Exchange Web Server) auch eher selten vorzufindende Versionen wie MAPI, RPC, OAB (Offline Address Book) und Remote PowerShell.

Die Authentifizierung für SMTP-Server "SMTP AUTH" bleibt von der Massen-Deaktivierung vorerst unberührt, sofern die Protokoll-Erweiterung noch aktiv genutzt wird. Wie Microsoft im Blogbeitrag empfiehlt, sollen User hier selbst Hand anlegen und SMTP AUTH ausschließlich für einzelne Konten aktiviert lassen, die das Protokoll notwendigerweise nutzen.

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5.5.2022 von Jusuf Hatic

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