PC-Business

Maxdata meldet erneut Insolvenz an - das endgültige Aus?

Die Maxdata Gmbh, einer der größten deutschen Computerhersteller, muss zum zweiten mal nach 2008 Insolvenz anmelden. Es könnte das endgültige Aus für die traditionsreiche Marke sein.

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Maxdata, Hersteller von Notebooks, PCs und - über die Untermarke Belinea - Monitoren, musste bereits 2008 nach geschäftlichen Schwierigkeiten den Gang in die Insolvenz antreten. Damals wurde die Marke vom taiwanesischen Unternehmen Quanmax Inc. übernommen, die unter anderem mit Quanta zu den größten Auftragsfertigern der Branche gehört. Das Tochterunternehmen Quanmax AG übernahm etwa zur gleichen Zeit die österreichischen Unternehmen Gericom (inzwischen aufgegeben) und ChiliGreen und stieg damit zum größten PC-Hersteller der Alpenrepublik auf.

2009 wurde Maxdata, rechtlich ursprünglich ein Schwesterunternehmen der Quanmax AG, in das Unternehmen eingegliedert. Seitdem fungierte Maxdata vornehmlich als Vetriebsmarke, die sich vor allem an Geschäftskunden richtete. Das Geschäftsmodell habe nicht wie gedacht funktioniert - am 3. November 2010 wurde deshalb der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dirk Andres vom Amtsgericht Essen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Vorläufig habe die Insolvenz keine Auswirkungen auf das Tagesgeschäft, so Maxdata-Geschäftsführer Jürgen Werneke gegenüber dem Business-Magazin Heise Resale. Inwieweit sich die Insolvenz mittelfristig auf die deutsche Maxdata GmbH auswirkt, bleibt abzuwarten. Die österreichische Quanmax AG will jedenfalls auch weiterhin unter dem Markennamen Geräte in Deutschland vertreiben.

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