Botnetz

Malware und Sicherheitssoftware aus einer Hand?

Im September 2011 hatte Microsoft zusammen mit Sicherheitsfirmen wie den Kaspersky Labs ein Botnetz mit dem Namen Kelihos erfolgreich abgeschaltet und unschädlich gemacht. Jetzt konnte ein weiterer Drahtzieher ermittelt werden.

© Microsoft

Microsoft: Digital Crimes Unit

Das Botnetz "Kelihos" bestand aus mehr als 40.000 befallenen Rechnern, die, zentral gesteuert,  mehrere Milliarden Spam-Mails pro Tag versenden konnten.

Wie Microsoft in seinem offiziellen Blog berichtet, ist man auch nach der Stillegung des Botnetzes weiter am Ball geblieben. Nunmehr konnte ein weiterer der Drahtzieher des Botnetzes ermittelt werden. Microsoft hat die Klage gegen die Botnetz-Betreiber entsprechend geändert, die zur Zeit vor einem US-Bezirksgericht anhängig ist. Microsoft bennent in seiner "Digital Crimes Unit" den Hauptverantwortlichen für das Botnetz. 

Das Pikante an der Geschichte ist, dass dieser mutmaßliche Botnetz-Chef als Projektleiter und Entwickler für eine Firma in St. Petersburg für Virenscanner und Sicherheitssoftware gearbeitet hatte. Zur Zeit ist er allerdings nicht mehr dort angestellt, sondern als "Freelancer" tätig.

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