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Mac Pro: Apples Profi-Rechner bekommt neue Füße für 350 oder Rollen für 850 Euro

Der Mac Pro 2019 lässt sich seit Ende 2019 kaufen: zu Preisen ab 6.499 bis weit über 60.000 Euro. Mitte April kommen neue Füße für 349 und Rollen für 849 Euro.

© Apple

Links ist der Mac Pro 2019, rechts das 32 Zoll große Pro Display XDR mit 6K-Retina-Technik.

Die maximalen Preise für den Mac Pro sind noch einmal gestiegen. Das liegt daran, dass Ende März diverse Upgrade-Optionen im Preis gestiegen sind. Im dreistelligen bis niedrig vierstelligen Euro-Bereich liegen - gegenüber den Preisen in der Originalmeldung - Aufstockungen bei RAM, SSD-Speicher und der Grafikkarte. Gründe sind nicht bekannt.

Dazu sind seit Mitte April nun neue Standfüße und Rolen verfügbar. Wer bereits das Konto mit einer großen Schippe ausräumt, kann diese direkt weiter nutzen. Das neue Mac Pro Feet Kit gibt es für 349 Euro. Ein Set mit neuen Rollen stolze 849 Euro.

Originalmeldung vom 11.12.2019:

63.127,98€ – in Worten: dreiundsechzigtausend einhundertsiebenundzwanzig Euro und achtundneunzig Cent. Dafür bekommen Sie den neuen Mac Pro 2019 von Apple in der derzeit verfügbaren Maximalausstattung (Stand: 14:20 Uhr). Das bedeutet Rollen statt Standfüße, eine inkludierte Afterburner-Karte, das Trackpad 2 und Software (Final Cut Pro X und Logic Pro X) für professionelle Video- und Musikproduktion. Das Magic Keyboard mit Deutschem Layout, die Magic Mouse 2 und der Versand sind dafür inklusive. Wer die einfachste Hardware-Ausstattung wählt und weiteres Zubehör sowie Software erst einmal weglässt, startet bei einem Preis von 6.499 Euro für die Tower-Variante.

Der Mac Pro 2019 lässt sich seit dem 10. Dezember vorbestellen. Der Release soll innerhalb der nächsten zwei Wochen erfolgen. Die Lieferung – so verrät uns die Apple-Webseite – erfolgt angeblich vor Mitte Februar. Die bislang angegebenen Preise gelten für das Tower-Modell. Wer das Rechenwunder von Apple als Rack-Variante im Serverschrank verbauen möchte, für den beginnt der Spaß ab 7.199 Euro. Verfügbar ist diese Variante zur Bestellung aber noch nicht.

Der Mac Pro 2019 stellt das erste große Update der Reihe seit dem umstrittenen Modell von 2013 („Mülleimer“) dar. Das aktuelle Modell („Käsereibe“) wurde zur WWDC 2019 im Sommer vorgestellt und wird also bald in Profi-Umgebungen seine Vorgänger oder Alternativrechner ersetzen. Was steckt in dem Rechner, der preislich beispielsweise zwischen einem gebrauchten VW Golf 6 und einem nagelneuen Audi S5 liegt?

Was kann der Mac Pro 2019?

Sie bestücken den Mac Pro 2019 in der Basisversion mit einem Intel Xeon (acht Kerne, 3,5 Basis- / 4 GHz Boosttakt), 32 GB DDR4 ECC RAM, einer AMD Radeon Pro 580X mit 8 GB GDDR5 VRAM und einer 256-GB-SSD in einem Tower-Gehäuse mit Standfüßen. Die Workstation-CPU lässt sich dann natürlich gegen saftige Einzelaufpreise (je + 1.200 Euro) aufstocken auf 12, 16, 24 oder auf bis zu 28 Kerne mit Taktraten von absteigend 3,3 bis 2,5 / 4,4 GHz. Der Arbeitsspeicher darf bis zu 1,5 TB groß (+ 30.000 Euro) sein, zumindest beim 24- und 28-CPU-Kerne-Modell. Für die anderen Varianten ist schon bei 768 GB Schluss (+ 12.000 Euro). Die AMD-Grafikkarte können Sie tauschen mit

  • einer (+ 2.880 Euro) oder zwei (+ 6.240 Euro) „Radeon Pro Vega 2“-Karten mit je 32 GB HBM2-Speicher bzw.
  • einer (+ 6.240 Euro) oder zwei (+ 12.960 Euro) „Radeon Pro Vega 2 Duo“-Karten mit ebenso je 32 GB HBM2 VRAM.

Künftig kommen noch Optionen für eine oder zwei Karten mit dem Chip Radeon Pro W5700X mit je 16 GB GDDR6 VRAM. Bei der SSD gehen die Optionen nach 256 GB bei 1, 2 oder 4 TB weiter. Aufpreise von maximal 1.680 Euro für die zweitgrößte (4 TB) Speicheroption wirken fast günstig.

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Eine Option für eine 8-TB-SSD wird künftig auch verfügbar sein. Videoprofis gönnen sich noch die Afterburner-Beschleunigerkarte für rund 2.400 Euro Aufpreis, für 80 Euro gibt es Rollen am Gehäuse.  Zubehör und Software sind im niedrigen dreistelligen Bereich.

Apple gibt den Energiebedarf für die größte Ausstatttung im Maximum übrigens an mit "Maximale kontinuierliche Leistungsaufnahme":

  • 1.280 W bei 108 bis 125 V oder 220 bis 240 V
  • 1.180 W bei 100 bis 107 V

Den technischen Daten des Mac Pro 2019 entnehmen wir noch zwei USB-3- (USB‑A, bis zu 5 Gbit/s) sowie zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse (bis zu 40 Gbit/s) und Unterstützung für USB‑C (bis zu 10 Gbit/s) und DisplayPort. Dazu kommen zwei 10-Gbit-Ethernet-Anschlüsse mit Unterstützung für 10 Gbit über Kupferkabel und für den Nbase‑T Standard: Das heißt 1 Gbit, 2,5 Gbit, 5 Gbit und 10 Gbit Ethernet-Verbindungs­geschwindigkeiten mit RJ‑45 Anschlüssen. Oben auf dem Tower oder vorne am Rack sind jeweils zwei weitere Thunderbolt-3-Anschlüsse. Im Lieferumfang des Mac Pro 2019 finden sich neben dem Tower:

  • Magic Keyboard mit Ziffernblock
  • Magic Mouse 2
  • USB‑C auf Lightning Kabel (1 m)
  • Netzkabel (2 m)

Bei der Rack-Version des Mac Pro 2019 gibt es neben dem Rechner:

  • Rack Befestigungs­schienen (werden separat verschickt)
  • Magic Keyboard mit Ziffernblock
  • Magic Mouse 2
  • USB‑C auf Lightning Kabel (1 m)
  • Netzkabel (2 m)

Dann ist noch ein integrierter Lautsprecher, ein 3,5-mm-Headset-Klinkenanschluss, WLAN-ac und Bluetooth 5.0 zu nennen.

Pro Display XDR an der Kasse mitnehmen?

Das Pro Display XDR schlägt der Apple-Store nach der Konfiguration des Mac Pro 2019 als passenden Bildschirm vor. Der Profi-Monitor misst 32 Zoll und will mit seinem Retina-6K-Display, einer sehr hohen Farbgenauigkeit und „Extreme Dynamic Range“ punkten. Den Bildschirm gibt es mit Standardglas für 5.499 Euro oder mit Nanotexturglas für 6.499 Euro. Ein „Pro Stand“-Ständer schlägt mit zusätzlich 1.099 Euro zu Buche, ein VESA-Mount-Adapter mit 219 Euro.

Wer einen Mac Pro 2019 kaufen möchte und sich schon vom schicken Sommerflitzer verabschiedet hat, könnte nach Sichtung des XDR-Bildschirms womöglich auch Tschüss zum Winterauto sagen. „Sparen“ können Sie übrigens bis zu 1.200 Euro, wenn Sie einen alten qualifizierten Rechner abgeben. Mehr Informationen gibt es bei Apple.

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