Vorsicht bei Fake-Airdrops & -Giveaways

Litecoin Cash, Tron, IOTA und Co.: Warnung vor fiesen Phishing-Angriffen

Vermehrt kommt es zu Phishing-Angriffen auf Nutzer von Kryptowährungen wie Tron, IOTA oder Litecoin Cash. Fallen Sie nicht auf Tricks von Kriminellen herein!

Bitcoin Meltdown Spectre

© Angelov - fotolia.com

Ob man es wahrhaben will oder nicht, hinter Kryptowährungen steckt Geld. Darauf haben es Cyberkriminelle vermehrt abgesehen.

Cyberkriminelle nutzen alte Tricks auf einem neuen Schlachtfeld: Kryptowährungen wie Ethereum, IOTA, Tron oder Bitcoin sind für viele Durchschnittsnutzer „Neuland“. Angreifer wittern eine große Chance, gerade Einsteiger um ihr Geld zu bringen.

Sie nutzen dabei altbekannte Strategien wie etwa das bewährte Phishing. Mit Aufhängern wie Airdrops oder Give-Aways (Gewinnspielen) aus der Kryptowelt bringen sie Nutzer um ihre sensiblen Daten und können anschließend Wallets (virtuelle Geldbörsen) ausräumen – ohne Chance für Opfer, ihre digitalen Besitztümer zurückzuerlangen.

Gerade Kryptowährungen mit medialer Aufmerksamkeit wie etwa Tron bieten sich an. Cyberkriminelle täuschen Nutzer beispielsweise mit einer Kopie des Twitter-Profils von Tron-Gründer Justin Sun und versprechen kostenlose Krypto-Einheiten (Airdrop).

Diese gibt es dann entweder als Belohnung für das Einzahlen kleiner Beträge auf einer bestimmten Wallet-Adresse oder gegen Herausgabe der öffentlichen und privaten (!) Schlüssel auf einer manipulierten Website, wie aktuell etwa John McAfee in einem Tweet warnt.

Verlassen können sich Nutzer im aktuellen Fall nicht einmal darauf, dass Twitter verifizierte Accounts anbietet. Hier wurde zuvor schon die entsprechende Twitter-Abteilung mit falschen Daten getäuscht. Der Account-Name weist minimale Änderungen zum Original auf.

Ähnliche Betrugsversuche gibt es gerade auch bei Kryptowährungen, die einen Hard-Fork vollziehen. Dabei handelt es sich um eine „Abspaltung“ von einer Original-Blockchain, nach der es weiterhin den Original- und einen Fork-Coin gibt. Halter des ersten Coins bekommen dann zum Start häufig bestimmte Anteile des „Forks“.

Geschehen ist dies etwa beim Bitcoin und Bitcoin Cash oder zuletzt Litecoin und Litecoin Cash. In der Hoffnung auf die Einheiten eines „geforkten“ Coins laufen Nutzer vermehrt Gefahr,  Opfer von Betrügern zu werden. – nach typischen Mustern, wie oben erwähnt.

Krypto-Scams: So schützen Sie sich!

Sollten die Macher hinter einem Coin wirklich einen Fork oder ein Gewinnspiel planen, sollten Sie unbedingt offizielle Quellen aufsuchen und Schreibweisen genau kontrollieren! Lassen Sie sich die Pläne der Macher  bestätigen und prüfen Sie die offiziellen Kanäle zu einem bestimmten Projekt. Das sind oftmals Accounts oder Gruppen auf Twitter, Telegram und Discord oder Threads auf Reddit und bitcointalk.org.

Lesetipp: Bitcoin, Ethereum & Co. - 7 Mythen und was dran ist

Geben Sie niemals Ihre privaten Schlüssel auf einer Webseite ein. Behalten Sie sich dies nur für offizielle Wallets wie Jaxx, Coinomi und Co. vor. Genau, wie Sie seit jeher Kontonummern, PINs und Passwörter nur auf offiziellen Angeboten Ihrer Bank eingeben.

Mehr zum Thema

Fotolia 185041793 Bitcoin
Betrugsversuch mit Kryptowährung Bitcoin2x

Der Bitcoin Hard Fork Segwit2x fand am 28. Dezember statt. Doch nach aktuellen Erkenntnissen ist das Update offensichtlich ein Betrugsversuch.
Bitcoin Meltdown Spectre
Experten raten zu Hardware-Wallets

Die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre verunsichern die Bitcoin-Community. Hardware-Wallets sollen vor den Attacken jedoch sicher sein.
Bitfinex: Registrierung gestoppt
Run auf Bitcoin, Ethereum und Co.

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, IOTA, Ripple und Co. zwingen Börsen wie Bitfinex und Binance in die Knie. Neuanmeldungen sind vielerorts…
Litecoin Cash
Fork

Der Litecoin Cash Fork ist erfolgt, die Börse Yobit startet den Handel. Dabei haben Anleger ihre LCC-Einheiten mangels Wallet noch gar nicht erhalten.
Blockchain
Cebit 2018

Die Blockchain-Technologie gilt als Game-Changer für die globale Ökonomie. Auch die Cebit behandelt das Thema: darunter Ausstellerstände von IBM, SAP…