Premium-Kompaktkamera mit APS-C-Sensor

Leica Mini M entpuppt sich als Leica X Vario

Nicht Mini M sondern X Vario nennt Leica seine neue Kompaktkamera mit fest integriertem 28-70-mm-Zoom und 16-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format. Wer auf eine kompakte Systemkamera mit Wechselobjektiv gehofft hatte, sieht sich enttäuscht.

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Leica X Vario aka. Leica Mini M
Leica X Vario aka. Leica Mini M
© Leica

Nachdem Leica auf seiner Homepage wochenlang geheimnisvoll eine Leica Mini M umworben hatte, ist das Rätsel nun gelöst: Mit der 133 x 73 x 95 mm großen und betriebsbereit 679 g schweren X Vario bringt Leica endlich die lang erwartete Zoom-Version seiner kompakten X-Serie mit Bildsensor im APS-C-Format. Die erste Kompakt-Zoomkamera dieser Klasse ist mit einem Vario Elmar 3.5-6.4/18-46 mm Asph (28-70 mm KB) ohne Bildstabilisator bestückt.

Die Leica X Vario liegt in der Größe zwischen dem Schwestermodell Leica X2 (Test) und der klassischen Leica M. Leica-Fans wird das dem klassischen M-Look angenäherte Design des X Vario-Gehäuses mit seiner Deckkappe aus Aluminium gefallen. Eine kompakte Leica mit Bajonett für Wechselobjektive bekommen sie aber (immer noch) nicht.

Zu Sensor, Bildverarbeitung und Autofokus der X Vario meldet Leica in seiner ersten Informationen im Vergleich zur X2 nichts Neues. Der 16-Megapixel CMOS-Sensor der X Vario bleibt der gleiche, der Empfindlichkeitsbereich umfasst unverändert ISO 100-12.500. Der Kontrast-Autofokus bietet wahlweise 11-Feld-, 1-Feld- oder Spotmessung sowie Gesichtserkennung. Bei Serienbildern bleibt die X Vario mit maximal 5 B/s auf dem Niveau der X 2. Wie bei dieser können die Fotos als DNG-RAW und/oder JPEG-Dateien gespeichert werden.

Die Leica X Vario bleibt auch beim bewährten Bedienkonzept. Das Belichtungsangebot reicht von Programmautomatik mit Zeiten- und Blendenrad beide auf >>A<< über teilautomatische bis hin zu rein manuellen Einstellungen. Für die Belichtungsmessung stehen Mehrfeld, Mittenbetonung und Spot zur Wahl. Automatische Belichtungsreihen sind bis 3EV möglich. Bei den Aufnahme-Modi bietet die X Vario die Wahl zwischen Standard, dynamisch, natürlich, s/w natürlich und s/w kontrastreich.

Der Live-View-LCD-Monitor der X-Vario bleibt bei 3-Zoll-Diagonale mit 307.000 RGB-Pixel Auflösung. Full-HD-Videoaufzeichnung beherrscht die X Vario mit 1.920 x 1.080 Pixel und 30 B/s im MP4-Format. Damit können Videos ohne Konvertierung für Social-Media-Uploads oder auf Smartphones und Tablet-PCs genutzt werden.

Kaufberatung Kompaktkameras: So finden Sie die richtige Digitalkamera

Der Zubehör- und Systemblitzschuh erlaubt wie bei der X2 die Verwendung des elektronischen Visoflex-Aufstecksuchers EVF2 mit 466.666 RGB-Pixeln für 400 Euro sowie der optional erhältlichen Leica-Blitzgeräte SF 24 D und SF 58. Optionale optische Leuchtrahmen-Sucher für Festbrennweiten passen auch auf die X Vario, ergeben aber wenig Sinn. Leica bietet außerdem für 115 Euro einen Handgriff zur X Vario an, der wie bei der Leica M mit einer Handschlaufe ergänzt werden kann. Auch die Gegenlichtblende zum Vario Elmar kostet extra.

Preis und Verfügbarkeit

Die Leica X Vario ist ab sofort für stolze 2.450 Euro erhältlich, erst einmal nur in Schwarz. Leica rechtfertigt den Preis mit "neuen Maßstäbe in der Bildqualität dieser Kameraklasse". Mit Adobe Photoshop Lightroom 5 gehört eine aktuelle professionelle Bildbearbeitungs- und Verwaltungssoftware für Apple Mac OS X und Microsoft Windows zum Lieferumfang.

Download: Technische Daten

Leica Mini M
Nach langem Rätselraten: Auf seiner Homepage lüftete Leica das Geheimnis um die "Mini M".
© Screenshot / Leica

Bildergalerie

Leica X Vario - aka Mini M - Hinten

Bilder

Galerie: Leica X Vario (alias "Leica Mini M")

Die Leica X Vario nimmt Full-HD-Videos mit 30 Vollbildern pro Sekunde auf.

11.6.2013 von Horst Gottfried

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