Spieluhren aus dem Erzgebirge spielen eigene Wunschmusik

Kunstvolle Holzspieldosen aus dem Erzgebirge mit Bluetooth

Wieder einmal ein Zeichen dafür, wie Tradition und Hightech immer weiter miteinander verwachsen: Die Technische Universität entwickelte gemeinsam mit einem Holzkunsthersteller eine elektronische Spieldose mit Bluetooth-Schnittstelle und Sound-Elektronik.

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Wieder einmal ein Zeichen dafür, wie Tradition und Hightech immer weiter miteinander verwachsen: Die Technische Universität entwickelte gemeinsam mit einem Holzkunsthersteller eine elektronische Spieldose mit Bluetooth-Schnittstelle und programmierbarer Sound-Elektronik.

Nicht nur zur Weihnachtszeit versprühen die künstlerischen Holzspieldosen inzwischen in aller Welt das Flair des Erzgebirges. Während viele für die traditionelle Mechanik schwärmen, möchten andere, dass der technische Fortschritt auch die Holzkunst erreicht. "Individuelle Musikwahl und wechselbare Motivscheiben machen unsere neuartigen elektronischen Spieldosen zu Botschaftern einer neuen Generation", berichtet Ringo Müller, Geschäftsführer der Kleinkunst aus dem Erzgebirge Müller GmbH. Gemeinsam mit der Professur Technische Informatik der TU Chemnitz um Prof. Dr. Wolfram Hardt und dem aus dem Erzgebirge stammenden Trompetenvirtuosen Prof. Ludwig Güttler entwickelte das Unternehmen eine batteriebetriebene Spieldose mit einer Bluetooth-Schnittstelle, die über einen Computer oder Handy mit bis zu 15 Musikdateien bestückt werden kann.

Diese Spieldose läuft also nicht mehr mechanisch, sondern spielt die Musik über eine integrierte Platine und einen Lautsprecher ab. Die Informatiker der TU Chemnitz haben diese bereits vorhandene Sound-Elektronik um eine Bluetooth-Funktion und die nötige Software erweitert. Dadurch lässt sich die Spieldose kabellos vom Computer oder Handy ansteuern und mit neuen Melodien nach eigenem Musikgeschmack ausstatten. Allerdings müssen die Stücke zunächst in ein spezielles und nicht weiter erläutertes Format decodiert werden. Des Weiteren kann die Spieldose programmiert werden, so dass sie zum Beispiel jede Stunde ein anderes Stück wiedergibt. Und sogar als Wecker lässt sich das Kunstwerk auf diese Weise verwenden. Dabei sieht man der Dose von außen nicht an, was an Technik in ihr steckt.

Doch die technische Revolution macht nicht bei den Ohren Halt, auch für die Augen bietet die Erzgebirgischen Volkskunst erstmals in ihrer Geschichte eine Neuerung: auswechselbare Motivscheiben. Über Magnete können die Motivscheiben passend zu Anlass und Jahreszeit ausgetauscht werden. Der Hersteller stellt auf seiner Homepage eine Auswahl an Melodien kostenlos zum Download bereit. Die Kleinkunst aus dem Erzgebirge Müller GmbH stellt die Entwicklung erstmals auf der "Cadeaux Leipzig - Fachmesse für Geschenk- und Wohntrends" vom 5. bis zum 7. September 2009 vor. Ab Herbst wird die Spieldose dann auch im Handel erhältlich sein.

Hightech in der Spieldose
Mirko Caspar und Prof. Dr. Wolfram Hardt (v.l.) von der TU Chemnitz übergeben die elektronische Spieldose an Ringo Müller von der Kleinkunst aus dem Erzgebirge Müller GmbH. Egal ob mit dem Laptop oder dem Handy - per Bluetooth können auf diese Spieldose immer neue Melodien übertragen werden.
© TU Chemnitz/Christine Kornack

1.9.2009 von Redaktion pcmagazin und Andy Ilmberger

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