Scareware

Kaspersky Website gehackt

Online-Kriminelle habe die US-Website des Antivirusherstellers Kaspersky Lab gehackt und Besucher auf eine Scareware-Seite umgeleitet. Dies ist durch einen Fehler in einer Web-Anwendung ermöglicht worden.

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Wenn es darum geht Internet-Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen, gehen Online-Kriminelle offenbar jeden sich bietenden Weg. So haben sie am letzten Sonntag die Website kasperskyusa.com des Antivirusherstellers Kaspersky Lab gehackt. Sie haben die Download-Seite auf eine ihrer eigenen Websites umgeleitet, über die sie Scareware verbreiten.Betrügerische Schutzprogramme, Scareware oder Fake-AV genannt, die scheinbar von der Website eines renommierten Antivirusherstellers stammen, sind für nichts ahnende Web-Benutzer naturgemäß besonders überzeugend. Wer würde schon vermuten, dass die Website eines Sicherheitsunternehmens gehackt worden ist?Die Täter haben eine Sicherheitslücke in einer Web-Anwendung eines Fremdherstellers ausgenutzt, um die Website zu manipulieren. Wer versucht hat Kaspersky-Software herunter zu laden, dem wurde in einem Popup-Fenster ein vorgetäuschter Viren-Scan angezeigt. Bei dem daraufhin angebotenen Antivirusprogramm "Security Tools" handelt es sich um eine nutzlose Betrugs-Software, die ständig mit vorgeblichen Virenfunden nervt. Damit sollen die Opfer zum Kauf einer teuren und ebenso nutzlosen Vollversion des Programm genötigt werden.Nach Angaben von Kaspersky Lab bestand die Gefahr für die Besucher der Website etwa dreieinhalb Stunden lang. Der Hersteller hat dann die gesamte Website überprüft, um sicher zu stellen, dass nur aktueller Code zum Einsatz kommt.Die Scareware "Security Tools" ist erst kürzlich auch in Zusammenhang mit gefälschten Browser-Warnmeldungen aufgefallen.

21.10.2010 von Frank Ziemann

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