Cyberkriegs-Visionen auf der DLD

Viren-Experte Kaspersky spricht über Gefahren

Auf der DLD-Konferenz in München stellte der Virenexperte Kaspersky fest: "Wir sind für den Cyberkrieg nicht gerüstet". Seine pessimistischen Zukunftsvisionen haben apokalyptische Ausmaße.

© Kaspersky

Der Sicherheitsexperte Kaspersky glaubt, wir sind nicht für den Cyberkrieg gerüstet.

Der Sicherheitsexperte Kaspersky hat auf der DLD (Digital-Life-Design) Konferenz in München das Szenario eines Cyberkrieges entworfen, welcher nach seinen Ausführungen sehr schnell apokalyptische Ausmaße annehmen könnte. Der Mann, der von sich sagt, er sei "der paranoideste Sicherheitsexperte der Welt" führte aus, wie durch Cyber-Angriffe nicht nur einzelne und örtlich begrenzte Bereiche lahmgelegt werden könnten, sondern praktisch die weltweite IT-Infrastruktur zusammenbrechen könnte.

Tatsächlich ist der, womöglich noch gleichzeitig auftretende, Zusammenbruch der Telefon- und Stromnetzen mit allen seinen Folgen ein ziemlich übles Worst-Case-Szenario. Nach Kaspersky sei es nur eine Frage der Zeit, dass "etwas wirklich Ernsthaftes" passiert. Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass Kaspersky  vermutlich auch seine eigenen Sicherheitslösungen im Auge hat, so ist doch eine allzu sorgloser Umgang mit diesen Bedrohungen bedenklich.

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