G Data Security Studie 2011

Internet-Nutzer sind über IT-Sicherheit schlecht informiert

Bei der Nutzung des Internet lauern versteckte Gefahren, über die Anwender oft nur unzureichend informiert sind. Zudem herrschen noch eine Reihe alter Irrtümer vor, solide Kenntnisse über aktuelle Online-Risiken sind wenig verbreitet. Deutsche Anwender schneiden allerdings besser ab als der internationale Durchschnitt. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bochumer Sicherheitsunternehmen G Data in einer aktuellen Studie.

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Internet-Nutzer sind über IT-Sicherheit schlecht informiert

G Data hat seine Security Studie 2011 veröffentlicht, die der Frage nachgeht, wie Nutzer die Gefahren im Internet einschätzen. Dazu wurden knapp 16.000 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 64 Jahren aus 11 Ländern befragt. Insgesamt erreichen die deutschen Web-Nutzer noch die besten Ergebnisse, gefolgt von den Niederländern, während russische Anwender das Schlusslicht bilden.So sind insgesamt über 92 Prozent der Befragten der Meinung, eine Infektion ihres Rechners mit einem Schädling müsste sich bemerkbar machen. In Deutschland hängen lediglich 83 Prozent dieser falschen These an, in Russland sind es fast 98 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Teilnehmer sind der Ansicht, ein PC könne nicht einfach durch den Besuch einer Web-Seite infiziert werden. Tatsächlich jedoch sind so genannte Drive-By Infektionen heute der häufigste Infektionsvektor. Deutsche schneiden hier mit über 62,9 Prozent Zustimmung ziemlich schlecht ab, nur die Italiener irren sich bei dieser Frage noch häufiger (63,4 Prozent). US-Amerikaner kennen sich zumindest bei dieser Frage am besten aus: nur 40 Prozent stimmen der These zu.Der dritte große Sicherheitsirrtum ist, dass Schädling überwiegend per Mail verbreitet würden. Das mag vor zehn Jahren noch gestimmt haben, heute trifft es nicht mehr zu. Doch durchschnittlich 54 Prozent der Befragten ist noch immer dieser Auffassung, in Deutschland sind es 52,8 Prozent. Hier sind die Russen besser informiert und stimmen nur zu 38 Prozent zu, Belgier hingegen zu 62 Prozent.Der Unterschied zwischen den Informationsdefiziten von Männern und Frauen ist eher marginal, mit leichten Vorteilen beim vermeintlich schwächeren Geschlecht. Auch in den Altersklassen sind die Unterschiede geringer als man vermuten könnte. Jüngere Internet-Nutzer unterliegen etwa einer fatalen Fehleinschätzung bezüglich ihrer Fähigkeiten eine Drive-by Infektion zu verhindern. Insgesamt schneiden ältere Anwender ein wenig besser ab.Erschreckend bleibt jedoch, wie wenig Wissen um aktuelle Risiken bei der Internet-Nutzung über alle Gruppen hinweg vorhanden zu sein scheint.

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