3D ohne Brille

HP entwickelt superdünnes 3D-Display

Bisher ließen sich 3D-Effekte nur über Spezialbrillen oder Displays realisieren, die recht dick ausfielen. Nun hat HP ein Display entwickelt, das besonders dünn ist und sich somit auch für Mobile-Geräte eignet.

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HP entwickelt einen 3D-Bildschirm, der ohne Brille auskommt.
HP entwickelt einen 3D-Bildschirm, der ohne Brille auskommt.
© Screenshot: WEKA, http://youtu.be/Y1m7xEzlhWA

Die Forscher von HP haben ein Display entwickelt, das 3D-Effekte ohne Brille und ohne eine Speziallinse vor dem Display darstellt. Der Nutzer kann die dargestellten Objekte in besonders weiter räumlicher Darstellung betrachten, indem er den Bildschirm kippt und neigt. Dieser Effekt soll bis zu einem Winkel von 45 Grad in allen Richtungen funktionieren.

Bislang funktionieren brillenlose 3D-Darstellungen durch Speziallinsen, die vor dem Display angebracht werden und in den Augen des Betrachters die für das räumliche Sehen nötigen, leicht gegeneinander verschobenen Bildinformationen erzeugen. In der HP-Entwicklung entfällt diese Linse, die - neben größeren Ausmaßen - auch viel Bildhelligkeit kostet.

Die HP-Forscher nutzen Nanotechnologie, um innerhalb des dünnen Bildschirms winzige Bereiche, sogenannte "Grooves" zu erzeugen. Diese können das Licht so bündeln, dass 64 verschiedene Blickwinkel entstehen. Wenn der Bildschirm bewegt wird, empfangen die Augen des Betrachters unterschiedliche Bilder, wodurch der Raumeffekt entsteht. Die Darstellung erinnert an Hologramm-Darstellungen, hat aber technisch nichts damit zu tun.

Der dünne Bildschirm bietet sich besonders für die Anwendung in Smartphones und anderen Mobilgeräten an, für die herkömmliche 3D-Bildschirme ungeeignet sind. Ein anderes Problem wie etwa das einer hinreichenden Auflösung müssen noch gelöst werden, bis die neue Technik den Weg zum Konsumenten findet. Auch eine Bereitstellung einer Aufnahmetechnik mit 64 Kameras, die die 64 Blickwinkel der Grooves korrekt mit Bildinformationen versorgt, dürfte noch etwas auf sich warten lassen.

25.3.2013 von Joachim Drescher

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