Europäische Zentralbank

Hacker stehlen 20.000 Datensätze

Aufgrund eines Datenlecks bei der Europäischen Zentralbank konnten Hacker 20.000 Mail-Adressen stehlen und erpressen damit jetzt die EZB.

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Homepage der Europäischen Zentralbank
Kriminelle stehlen Daten auf dem Internetserver der EZB.
© Screenshot WEKA: ecb.europa.eu/ecb/html/index.en.html

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main gab bekannt, dass es unbekannten Hackern wegen einer Sicherheitslücke möglich war, in eine Registrierungsdatenbank für Veranstaltungen einzudringen.

Die Nachrichtenagentur dpa teilte mit, dass auf diese Weise die Hacker rund 20.000 Kontaktdaten stehlen konnten. Darunter befinden sich größtenteils E-Mail-Adressen sowie in einigen Fällen Telefonnummern und Postanschriften.

Zu den Betroffenen zählen laut der Nachrichtenagentur Journalisten und Seminarteilnehmer, deren persönliche Daten in der Datenbank hinterlegt waren. Weiterhin heißt es, die gekaperten Daten stehen in keiner Verbindung mit dem internen IT-System der EZB. Es seien auch keine den Markt betreffenden Daten gefährdet worden.

Lesetipp: Industriespionage abwehren

Zum größten Teil sei die Datenbank zwar verschlüsselt, dennoch habe es auch unverschlüsselte Teile gegeben. Die EZB soll von dem Datendiebstahl erfahren haben, als am späten Montagabend finanzielle Forderungen über eine anonyme E-Mail gestellt wurden.

Die Zentralbank nimmt die Sicherheitslücke nach eigenen Angaben sehr ernst, die Polizei habe die Ermittlungen gegen die Diebe bereits aufgenommen. Alle von dem Datenklau betroffenen Nutzer seien darüber in Kenntnis gesetzt und alle Passwörter auf dem System geändert worden.

24.7.2014 von Arnt Kugler

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