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Grimme-Preis 2013: Das sind die Gewinner

Die Gewinner des Grimme-Preises 2013 stehen fest. Die Preisträger wurden auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf bekannt gegeben und dürften bei manchem für erleichtertes Aufatmen gesorgt haben.

© Michael Kramer

Bereits zweieinhalb Wochen vor der offiziellen Preisverleihung im nordrhein-westfälischen Marl am 12. April wurden am Mittwoch die Gewinner des Grimme-Preises 2013 im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet. In den Kategorien Fiktion, Unterhaltung sowie Information & Kultur wurden insgesamt zwölf Auszeichnungen vergeben.

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Im Bereich Fiktion wurden u. a. die Spielfilme "Der Turm" mit Jan Josef Liefers und Claudia Michaelsen (s. Bild oben, links) und "Der letzte schöne Tag" mit Wotan Wilke Möhring ausgezeichnet. Die weiteren Preise gingen an "Das Ende einer Nacht" und "Der Fall Jakob von Metzler". Die TNT-Serie "Add A Friend" wurde mit dem Grimme-Preis Spezial geehrt.

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Auch in der Kategorie Information & Kultur wurden vier Filme ausgezeichnet: "Seelenvögel" von Thomas Riedelsheimer, "Ein deutscher Boxer" von Eric Friedler, "Vaterlandsverräter" von Annekathrin Hendel und "Lebt wohl, Genossen" nach einem Buch von Andrei Nekrasov und György Dalos. Der Grimme-Preis Spezial in dieser Kategorie ging an Bettina Braun (s. Bild oben, 2. v. l.) für die Dokumentar-Trilogie "Was lebst du? - Was du willst - Wo stehst du?".

Im Hinblick auf die Nominierungen in der Kategorie Unterhaltung hatte es im Vorfeld z. T. heftige Diskussionen gegeben, da unter den potenziellen Preisträgern auch das RTL-Format "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" zu finden war. Die als "Dschungelcamp" bekannt gewordene Sendung ist seit ihrem Start 2004 umstritten, da sie Prominente an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt und laut Kritikern die Menschenwürde der Kandidaten verletze.

Deshalb machte sich hier und da wohl Erleichterung breit, als feststand, dass das "Dschungelcamp" bei den Grimme-Preisen 2013 leer ausging. Die Auszeichnungen gingen vielmehr an die NDR-Produktion "Der Tatortreiniger" mit Bjarne Mädel sowie an die ProSieben-Sendung "Switch reloaded - ,Wetten dass...?'-Spezial". Stellvertretend für das gesamte Ensemble des Formats nahm Max Giermann (s. Bild oben, 2. v. r.) an der Pressekonferenz teil.

Der Sonderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ging an "Fremde Kinder: Der Vorführer" von Shaheen Dill-Riaz, der Publikumspreis der Marler Gruppe an "Blaubeerblau" von Rainer Kaufmann, und über das Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst kann sich Jan Schomburg für "Über uns das All" freuen.

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Die bis 2010 als Adolf-Grimme-Preis bekannte Auszeichnung ist eine der wichtigsten für deutsche Fernsehsendungen. Der vom Deutschen Volkshochschulverband gestiftete Preis wird seit 1964 jährlich an Fernsehformate verliehen, die "die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können".

Die festliche Preisverleihung findet am 12. April in Marl statt und wird von Michael Steinbrecher (s. Bild oben, r.) moderiert.

© Michael Kramer

Schauspieler Max Giermann nahm stellvertretend für das gesamte Ensemble von "Switch Reloaded" an der Pressekonferenz zur Verkündung der Grimme-Preisträger 2013 teil.

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