GPU-Marktanalyse

Grafikkarten: Preisentwicklung und Verfügbarkeit weiterhin schlecht

Eine Analyse des Grafikkarten-Marktes zeigt: Preise steigen bei AMD seit Sommer konstant, Nvidia zieht nach einer kurzen „Entspannung“ wieder an und eine gute Verfügbarkeit hat kaum Einfluss.

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Die Grafikkartenpreise steigen seit Juli wieder konstant. Der Absturz mitten im Jahr sorgte nicht für die erhoffte Entspannung.
Die Grafikkartenpreise steigen seit Juli wieder konstant. Der Absturz mitten im Jahr sorgte nicht für die erhoffte Entspannung.
© 3dcenter.org

Die Preisentwicklung bei Grafikkarten kennt seit Ende 2020 keine Gnade. Ausgelöst durch eine Kombination von Chipmangel, Mining-Comeback, allgemeinem Spielebedarf und mehr veröffentlicht das Portal 3Dcenter.org regelmäßig eine große Analyse von Grafikkartenpreisen. Mit dieser Analyse lässt sich fortlaufend ablesen, wie sich die Preisentwicklung von GPUs über die vergangenen Monate gestaltet. Neu in der aktuellen Analyse ist ein relativer Verfügbarkeitsverlauf, der abermals bestätigt, dass der GPU-Markt derzeit seine eigenen Gesetze schreibt.

Nachdem sich zum Sommerbeginn im Juni die Preise allmählich zu erholen schienen – der Kryptowährungsmarkt hatte ab Ende April einen größeren Sturz erlebt –, geht es seit Juli mit den Grafikkartenpreisen stetig bergauf. In der Preiskurve für AMDs Radeon RX 6000 ist seitdem ein fortlaufender Anstieg zu beobachten. Nvidia hingegen schien mit Preisen passender RTX-30-Grafikkarten noch bis August runter zu rutschen. Seit nunmehr sechs Wochen geht aber auch die grüne Kurve nur noch nach oben.

Laut der Analyse von 3Dcenter.org gab es im Juli noch durchschnittliche Preisaufschläge von 50 Prozent für AMD- und Nvidia-Grafikkarten. In der aktuellen Analyse, die auf den 18. und 19. September datiert, liegt AMD bei 74 und Nvidia bei 70 Prozent Aufschlag zu jeweiligen UVP-Beträgen. Die Analysen betrachten jeweils Preisspannen für fast jeden einzelnen Chip über verschiedene Shops hinweg und erstellen einen Mittelwert, der in regelmäßigen Abständen in die Analyse findet. Bei AMD ist die 6600 XT noch nicht drin, bei Nvidia die 3070 Ti und 3080 Ti.

Das 3D Center bildet in seiner Analyse nun auch relative Verfügbarkeitsverläufe ab, die aus gemittelten Werten für hohe oder niedrige Verfügbarkeit bestehen – natürlich zu den jeweils verlangten, bereits hohen Preisen und dieses Mal mit allen Chips der aktuellen Generation. Als im Mai 2021 die GPU-Preise sprichwörtlich auf dem Mond landeten, war die Verfügbarkeit entsprechend schlecht. Die Verfügbarkeit stieg für kurze Zeit rasant, fällt aber seit Juli wieder. Dem 3D Center fällt dabei auf, dass eine bessere Verfügbarkeit Grafikkarten praktisch gar nicht zu besseren Preisen verhalf.

Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Denken wir die drei sichtbaren Kurven weiter, scheint die Verfügbarkeit wieder abzunehmen, während die Preise weiterhin steigen. Und das bei mutmaßlich unverändert hoher Nachfrage. Schauen wir auf Grafikkartenpreise von Anfang September mit den dort gesammelten Faktoren, dürfte sich die nächsten Monate wohl weiterhin nur wenig ändern.

Grafikkarten werden teurer und teurer. In diesem Jahr war bislang keine der neuen GPUs durchschnittlich für unter 140% UVP zu bekommen.

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20.9.2021 von The-Khoa Nguyen

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