Schlecht für NSA & China-Zensur

Google verschlüsselt seine Suche

Die NSA und Chinas Zensoren werden demnächst schlechte Karten beim Aufzeichnen von Google-Suchanfragen haben. Der Konzern wird Suchanfragen verschlüsseln.

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Google will der NSA und den China-Zensoren ein Schnippchen schlagen.
Google will der NSA und den China-Zensoren ein Schnippchen schlagen.
© google.com

Mit ausdrücklichen Hinweisen auf die Snowden-Enthüllungen über die Such-Mitschnitte der NSA sowie auf die chinesischen Staatszensoren geht Google jetzt dazu über, alle Suchanfragen standardmäßig zu verschlüsseln. Damit wird es für Geheimdienste schwerer, die Internet-Suche von Google-Nutzern zu überwachen. Dies erklärten Google-Sprecher gegenüber der Washington Post.

Das Rollout von Googles Encrypt-Technologie begann im Februar dieses Jahres in China. Zuvor haben die chinesischen Zensurbehörden Suchergebnisse wie die nach "Dalai Lama" oder "Tiananmen Square" komplett herausgefiltert.

Lesetipp: E-Mails verschlüsseln - so geht's

Zwar sei es für technisch versierte Google-Nutzer schon immer leicht möglich gewesen, die "große chineschische Firewall" zu umgehen, für die Masse der Nutzer bedeute sie jedoch starke Einschränkungen. Diese sind jetzt hinfällig, sofern moderne Browser genutzt werden. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Google mit der Verschlüsselung auch seine Attraktivität auf dem chinesischen Markt steigern möchte. Dort dominiert bislang die chinesische Suchmaschine "Baidu", die auch auf Handys mit Googles Android läuft.

Lesetipp: So knackt die NSA Verschlüsselung

Noch 2010 wurde die Verschlüsselung aller Suchanfragen an Google als eine Aufgabe gesehen, die zwar notwendig sei, aber mindestens noch ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen würde. Jetzt möchte der Konzern diese Aufgabe weltweit in viel kürzerer Zeit lösen. Ein genauerer Zeitplan wurde allerdings nicht genannt.

13.3.2014 von Joachim Drescher

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