Alles zu Games, Preis und Release

Google Stadia: Gaming-Netflix startet gegen PS5 und Xbox Two

Auf der GDC 2019 wurde Google Stadia vorgestellt. Mit dem Streaming-Dienst für Games will Google gegen künftige Playstation- und Xbox-Konsolen antreten. Hier alle bekannten Details zu Technologie, Games, Preis und Release.

Google Stadia Controller

© Google

Passend zum Cloud-Gaming-Dienst Stadia hat Google den Stadia Controller vorgestellt.

Cloud-Gaming ist bereits seit mehreren Jahren ein heißes Thema in der Branche, doch bisher blieb der wirkliche Durchbruch aus. Das soll sich bald ändern: Auf der GDC 2019 hat Google in seiner Keynote mit Stadia (Mehrzahl von "Stadium") seinen eigenen Streaming-Dienst für Games und Entertainment vorgestellt. Als ausgewiesener Cloud-Experte könnte Google gelingen, woran Games-on-Demand-Vorreiter wie OnLive, Shadow oder GeforceNow bisher gescheitert sind - und in direkte Konkurrenz zu kommenden Konsolen wie PS5 und Xbox Two treten. Wir fassen die wichtigsten Fakten zu Google Stadia zusammen.

Google Stadia: Release und Preis

Stadia soll noch 2019 öffentlich verfügbar werden. Der Launch soll zu Beginn in den USA, Kanada und Europa erfolgen. Ein Deutschlandstart erscheint also wahrscheinlich.

Noch keine Einzelheiten nennt Google dagegen zum Preis für Stadia. Weitere Details hierzu will Google im Sommer bekanntgeben.

Google Stadia: Streaming auf PC, TV, Tablet und Smartphone

Google Stadia ist eine Cloud-Gaming-Plattform. Das heißt, die Spiele laufen auf Google-Servern und der Display-Output und Sound werden zum Spieler als Videostream gesendet. Google Stadia soll dabei zum Launch eine 4K-Auflösung mit HDR und 60 FPS sowie Surround-Sound unterstützen. In Zukunft sollen auch 8K und 120 FPS möglich sein.

Voraussetzung hierfür ist eine ausreichend schnelle Internetverbindung mit mindestens 25 Mbps und ein kompatibles Gerät zur Darstellung der Games. Hier will Google bereits zum Start neben dem PC (via Google Chrome) auch TVs (z.B. via Chromecast Ultra), Pixel Tablets und Pixel Smartphones unterstützen.

Dann geht es schnell: Wie in der Keynote gezeigt, genügt ein Klick im Chrome-Browser und das Spiel soll innerhalb von 5 Sekunden starten. Anschließend kann ohne Probleme zwischen verschiedenen Geräten gewechselt und an der gleichen Stelle iim Game weitergespielt werden.

Auf Serverseite hat Google für Stadia zusammen mit AMD eine Custom-GPU mit 10,7 GPU-Teraflops entwickelt. Zum Vergleich: die PS4 Pro und die Xbox One X bringen es aktuell auf 4,2 bzw. 6,0 GPU-Teraflops. Die Server sollen zudem mit einem eigens entwickelten x86-Processor mit 2,7 GHz Taktung sowie 16 GB RAM laufen.

Google Stadia: Features für YouTuber und Streamer

Für Stadia-Kunden entfällt die Notwendigkeit, Games erst herunterladen und installieren zu müssen. Auf YouTube will es Google daher möglich machen, via Klick direkt vom Ansehen eines Spiele-Videos in das Spiel selbst zu springen.

Mit dem "Crowd Play" genannten Feature können YouTube-Streamer zudem ihre Zuschauer einladen, direkt in ihr Game zu joinen. Hierfür wurde eigens ein Lobby-System entwickelt. Zudem können Streamer ihr Spiel direkt live in 4K mit 60 FPS von Stadia in einen YouTube-Stream teilen.

Mit "State Share" wird es zudem eine Möglichkeit geben, genau einen exakten Zustand eines Videospiels zu teilen. In gewisser Weise sind damit also Hyperlinks in Spiele möglich.

Ein weiteres Feature mit dem Namen "Stream Connect" bietet lokalen Multiplayer via Splitscreen. Dabei kämpft Google Stadia im Vergleich zu aktuellen Konsolen nicht mit Hardware- und Performance-Einschränkungen.

Google Stadia: Controller mit direkter WLAN-Verbindung

Google Stadia wird zahlreiche Controller und Eingabemöglichkeiten unterstützen. Dennoch hat Google passend zu seinem Cloud-Gaming-Dienst auch den Stadia Controller vorgestellt. Dieser bietet neben klassischen Twin-Sticks, D-pad und Co. auch einen Google-Assistant- und einen Sharing-Button. Über den Assistant sollen Spieler direkt In-Game Hilfe zu einzelnen Passagen im Spiel erfragen können, mit dem Sharing-Knopf laden sie Szenen direkt zu YouTube.

Technisch gesehen hat der Stadia Controller eine weitere Besonderheit. So verbindet er sich nicht wie sonst üblich via Bluetooth mit dem jeweiligen Streaming-Client, sondern direkt via WLAN mit der Google Stadia Plattform. Auf diese Weise soll die Latenz minimiert werden. Was Preis und Release des Stadia Controllers angeht, gibt sich Google noch bedeckt.

Google Stadia: Games und eigenes Studio

Als einziges Spiel für Google Stadia wurde in der Keynote der Shooter Doom Eternal angekündigt. In der Testphase von Project Stream konnten Spieler allerdings auch Assassin's Creed Odyssey zocken, das auch in der Keynote gezeigt wurde.

Zum Launch dürfte die Anzahl deutlich wachsen. Über 100 Studios haben laut Google bereits Entwickler-Kits erhalten und Ubisoft trat bereits zur Keynote als Partner auf. Daneben hat Google selbst ein eigenes Entwicklerstudio für Stadia-exklusive Games gegründet.

Für Entwicklerstudios wurden zudem bereits zahlreiche Partnerschaften für Stadia geschlossen. Darunter befinden sich bereits folgende bekannte Größen aus der Gaming-Development-Welt:

  • AMD
  • CryEngine
  • FaceFX
  • Havok Physics
  • RAD Game Tools
  • Unity Engine
  • Unreal Engine
  • Visual Studio
  • Vulkan

Google Stadia: Wettstreit mit Playstation, Xbox und Twitch

Google betritt mit Cloud-Gaming ein Feld mit vielen Konkurrenten. Neben Nvidia mit Geforce Now (Closed Beta) und Sony mit PlayStation Now (aktiv) dürften in den kommenden Monaten weitere große Wettbewerber ihre Lösungen an den Start bringen. Microsoft etwa soll für sein Project xCloud eine nur für Game-Streaming optimierte Xbox-Konsole (Codename "Xbox Maverick") planen. 

Mit Amazon soll auch der dritte große Cloud-Anbieter neben Microsoft und Google einen eigenen Cloud-Gaming-Service in der Arbeit haben. Dieser dürfte eng an die Streaming-Plattform Twitch angebunden werden und könnte dann auch über Fire-TV-Geräte in die Wohnzimmer gebracht werden.

Google Stadia: Video-Vorstellung in 4 Minuten

Wer weitere Details zu Stadia erfahren will, kann sich die gesamte Google Keynote auf der GDC 2019 auf YouTube ansehen. Dazu gibt es eine auf 3:43 Minuten kondensierte Fassung der Stadia-Keynote, die wir für Sie hier als Video eingebunden haben.

Google Stadia - GDC 2019 Announcement Recap

Quelle: Google
Die GDC 2019 Keynote von Google, zusammengefasst in 3:43 min (Englisch).

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