Missbraucht Google seinen Kartendienst?

Wettbewerbsverzerrung: Bundeskartellamt prüft Google

Schränkt Google alternative Kartendienste ein? Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren eingeleitet, um Wettbewerbsbeschränkungen bei Google Maps zu prüfen.

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Frau nutzt Google Maps auf dem Smartphone in einem Park
Behindert Google mit Maps den Wettbewerb unter Kartenanbietern?
© Adobe Stock: Diego

Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen Google eingeleitet. Darin will das Amt prüfen, ob das Unternehmen mit seinem Dienst Google Maps andere Kartendienste unerlaubt einschränkt.

Demnach biete Google Maps durchaus Zugang zu verschiedenen Diensten, die etwa das Einbinden auf fremden Seiten erlauben. Allerdings fehle die Möglichkeit, Google-Dienste wie etwa Street View auf Karten anderer Unternehmen einzubinden. Auch würde Google die Nutzung seiner "Automotive Services" in Infotainment-Systemen von Fahrzeugen stark reglementieren. In den kommenden Wochen sollen Kund*Innen und Wettbewerber von Google Maps befragt werden.

Grundlage für die Untersuchung ist die Feststellung des Kartellamts, dass Google eine marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb hat. Auf dieser Basis (§ 19a GWB) kann das Amt Digitalkonzernen wie Google wettbewerbsgefährdende Praktiken untersagen.

Dazu Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "[...] Wir gehen Hinweisen nach, wonach Google die Kombination seiner Kartendienste mit Kartendiensten Dritter einschränkt. Das betrifft etwa die Möglichkeit, Standortdaten von Google Maps, die Suchfunktion oder Google Street View auf Nicht-Google Karten einzubinden. Wir werden jetzt u. a. prüfen, ob Google seine Machtstellung bei bestimmten Kartendiensten durch diese Praxis weiter ausdehnen könnte. Die Prüfung erstreckt sich parallel auf Lizenzbedingungen für die Verwendung von Googles Kartendiensten in Fahrzeugen. Das Verfahren steht in einer Reihe weiterer Verfahren, die wir gegen Google und andere Digitalkonzerne wie Apple, Amazon und Meta/Facebook auf der Basis des § 19a GWB führen oder bereits abgeschlossen haben."

Neben dem neuen Verfahren prüft das Kartellamt aktuell auch Googles Konditionen zur Datenverarbeitung und das Nachrichtenangebot Google News Showcase.

Google äußerte sich gegenüber der "SZ" auf Anfrage: "Developer und Unternehmen entscheiden sich aus einer Vielzahl an Optionen für die Google-Maps-Plattform, weil sie erkennen, dass sie hilfreiche, qualitativ hochwertige Informationen für Nutzerinnen und Nutzer bietet. Sie können neben der Google-Maps-Plattform auch andere Kartendienste nutzen - und viele tun dies auch." Das Unternehmen stehe gerne für alle Anfragen der Behörde zur Verfügung.

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22.6.2022 von Alana Friedrichs

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