Googlemail-Datenschutz

Google in der Kritik wegen GMail-Privatsphäre

Googlemail-Nutzer (GMail) sollen laut Google "kein Recht auf Privatsphäre" haben. Dafür hagelt es Kritik von der Verbraucherschutzorganisation Watchdog. Google wehrt sich.

News
VG Wort Pixel
Google sieht sich mit Datenschutz-Kritik konfrontiert.
Google sieht sich mit Datenschutz-Kritik konfrontiert.
© WEKA

Der Dienst Googlemail (GMail) steht unter Kritik. Die Organisation Consumer Watchdog verschickte eine Pressemitteilung, laut der Google verkündet haben soll, dass besonders GMail-Nutzer keine Privatsphäre erwarten können. Das Unternehmen zitierte aus einem 34 Jahre alten Urteil: "Ebenso wie jemand, der einem Geschäftspartner einen Brief schickt, nicht überrascht sein dürfe, wenn dessen Sekretärin den Brief öffnet, dürfe jemand, der einen webbasierten E-Mail-Dienst nutzt, nicht überrascht sein, wenn seine E-Mails vom Provider des Empfängers während der Übermittlung verarbeitet werden."

Vor allem die Verbraucherschutzorganisation Watchdog sieht diese Erklärung als Geständnis von Google. Denn somit wurde erklärt, dass Nutzer des E-Mail Dienstes GMail kein Recht auf eine Privatsphäre und einen geschützten Email-Dienst haben.

Letztendlich gehe es nicht darum, dass Google die E-Mail liest oder gar an Dritte weitergibt. Es stehe vielmehr im Vordergrund, dass die Nachrichten vom jeweiligen Server gescannt werden. Anwälte des Unternehmens weisen auf die Feststellung von mehreren Gerichten hin. Hier sei das allgemeine Scannen von Mails bekannt und der Absender der Mail gibt mit dem Versand sein Einverständnis.

Google jedoch wehrt sich gegen die Vorwürfe. Das Unternehmen behauptet, es kümmere sich gut um die Privatsphäre der Nutzer. Andere Behauptungen sind ihrer Meinung nach unwahr und falsch ausgedrückt. Außerdem sollen die Sicherheits- und Datenschutzfunktionen auf höchstem Niveau sein.

Durch die Enthüllung des NSA-Skandals gewinnt das Ganze an Brisanz. Die Verbreitung im Internet erfolgte schnell und führte zu einer großen Empörung der Nutzer. Für Google kommt diese Kritik zudem zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Kürzlich wurden die neuen Funktionen des Dienstes Google Now für Android-Geräte bekannt gegeben. Hierbei handelt es sich um eine Suchmaschine, welche den GMail-Account beispielsweise nach bestimmten Schlagwörtern durchsucht.

16.8.2013 von The-Khoa Nguyen

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Google will seinen E-Mail-Verkehr zu 100 Prozent sicher machen.

Googlemail mit Verschlüsselung

Google verschlüsselt E-Mail-Verkehr zu 100 Prozent

Google zieht endlich nach. Künftig werden E-Mails von Gmail-Nutzern an andere Gmail-Nutzer verschlüsselt - zu einer Abdeckung von 100 Prozent.

Kreditkartendiebstahl buchen: Wie geht Google dagegen vor?

Gestohlene Kreditkarten-Daten

Hacker werben auf Youtube für ihre Dienste

Neben Werbevideos auf Youtube von Visa, Mastercard, AMEX & Co. kann man nun auch das dazugehörige Kreditkarten-Hack-Video anschauen.

Wie genau untersucht Google E-Mail Accounts eigentlich?

Privatsphäre in Gmail gefährdet

Google scannt E-Mails automatisch auf Kinderpornografie

Mit Hilfe digitaler Rasterfahndung im Gmail-Konto wurde ein Texaner wegen des Besitzes von Kinderpornografie angeklagt. Google steht nun in der…

Sichere Google-Accounts für Kinder

Eltern bekommen Kontrolle

Google plant Accounts für Kinder unter 13 Jahren

US-Medien zufolge plant Google spezielle Accounts für Kinder. Eltern sollen dabei kontrollieren, wie Kinder die Google-Dienste nutzen und welche Daten…

Das Browser-Tracking ist dank Cookies möglich - auch beim Inkognito-Modus.

Chrome, Firefox & Opera

Nutzer können trotz privatem Modus nachverfolgt werden

Auch wenn User im Internet per Inkognito-Modus unterwegs sind und keine Cookies speichern, können Nutzer nachverfolgt werden.