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Google startet "Knowledge Graph"-Feature in Deutschland

Google hat seine Suchfunktion in Deutschland um den sogenannten "Knowledge Graph" erweitert. Gibt man einen prominenten Suchbegriff ein, findet der Leser in der rechten Spalte nun auch - wie seit Frühjahr 2012 in den USA - passende Bilder und zusätzliche Infos.

© Screenshot, google.de

Google hat seine Suche in Deutschland um den sogenannten "Knowledge Graph" erweitert.

Mit dem "Google Knowledge Graph" haben nun auch deutsche Google-Nutzer direkten Zugriff auf ergänzende und verwandte Informationen zu ihren Suchbegriffen. Der Suchmaschinengigant hat das Feature ab sofort in Deutschland freigegeben. In unter anderem den USA ist die Funktion, die zusätzliche Infos wie etwa Bilder und Biografien bei Persönlichkeiten einblendet, bereits seit Frühjahr verfügbar. Im Falle des Suchbegriffs "Bill Gates" - der Gründer von Microsoft - sehen Nutzer neben Fotos und wichtigen biografischen Informationen beispielsweise auch andere Persönlichkeiten, die interessant sein könnten. Das sind in diesem Fall etwa der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs oder der Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

In anderen Fällen erkennt die Suchmaschine auch, wenn bestimmte Suchbegriffe mehrere - richtige - Ergebnisse haben können. Tippt man beispielsweise "Avatar" ein, listet Google vorrangig Informationen zum 3D-Blockbuster von James Cameron aus dem Dezember 2009, bietet auf Knopfdruck aber auch Alternativen wie die Fantasy-Zeichentrickserie "Avatar: Der Herr der Elemente". Google hat laut passendem Blog-Eintrag die vergangenen zwei Jahre damit verbracht, über 500 Millionen Personen, Plätze und andere Themen zusammenzustellen, um den "Knowledge Graph" füttern zu können. Google will die Arbeit mit der Suche so beschleunigen und für Nutzer ergiebiger machen.

Der "Knowledge Graph" ist ab sofort fester Bestandteil von Google und lässt sich nicht abschalten. Betreffend Datenschutz muss sich jedoch keiner der Nutzer Sorgen machen. Es ist Google gleich, ob man eingeloggt ist oder nicht. Persönliche Vorlieben oder etwa der Standort seien unerheblich bei den bereit gestellten Inhalten des neuen Features. Mit "Knowledge Graph" möchten die Betreiber einen Mehrwert gegenüber Konkurrenten wie Microsofts Bing oder Yahoo schaffen. Lesen Sie auch unsere News zur Google-Kampagne gegen das Leistungschutzrecht.

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