Übernahme von Drohnenfirma

Google kommt Facebook zuvor und kauft Titan Aerospace

Google hat den Drohnenhersteller Titan Aerospace übernommen. Die Technologie soll für die Internetversorgung abgeschiedener Gegenden verwendet werden. Auch Facebook soll an der Firma interessiert gewesen sein.

© Titan Aerospace

Titan Aerospace Screenshot nach Google Übernahme

Google hat sich in der Schlacht um die Lufthoheit im Internet gegen seinen Konkurrenten Facebook durchgesetzt und sich für eine bislang unbekannte Summe die Dienste des US-amerikanischen Unternehmens Titan Aerospace gesichert, das sich der Herstellung solarbetriebener Drohnen verschrieben hat.

Facebook-Gründer Marc Zuckerberg, der schon seit geraumer Zeit mit dem Einstieg ins Drohnen-Geschäft liebäugelte, wurde durch das Einschreiten Googles die Gelegenheit vor der Nase weggeschnappt, erneut eine Pionierrolle in der fortschreitenden Entwicklung des World Wide Web zu übernehmen.

Davon abgesehen gab es für die Übernahme des Luft- und Raumfahrtunternehmens durch Google einige andere Gründe, die dem Entscheidungsgremium vermutlich wichtiger gewesen sein dürften. So erhofft man sich bei Google von der Maßnahme, künftig die Drohnen-Technologie von Titan Aerospace für eigene Zwecke nutzen zu können.

Die Drohnen, die sich derzeit noch in der Entwicklung befinden, sollen die Größe eines Jets haben. Dank ihres solaren Antriebssystems sollen sie mehrere Jahre ohne Zwischenstopp in der Luft verweilen können. Diesen Umstand will man nutzen, um Luftaufnahmen abgelegener Regionen zu sammeln und neue Territorien zu erschließen, die man anschließend mit Internet versorgen will.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal, soll das Team von Titan Aerospace Google in Zukunft bei seinem Wetterballon-Projekt "Loon" unterstützen. Hierbei plant man, in etwa 20 Kilometern Höhe Ballons als schwerelose WLAN-Hotspots zu installieren, die in einem Umkreis von jeweils 40 Kilometern auch in spärlich bevölkerten Gebieten eine stabile Internetverbindung gewährleisten sollen.

Weiterhin heißt es im Wall Street Jounral, dass das lediglich 20 Mitarbeiter zählende Unternehmen Titan Aerospace seinen bisherigen Sitz in Albuquerque beibehalten und auch weiterhin von seinem Geschäftsführer Vern Raburn geleitet werden soll.

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